6,2% Aktienanleihe Classic 2020/12 auf Allianz: Milliardengewinn trotz schwierigem Marktumfeld - Anleiheanalyse


12.08.19 09:47
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Allianz-Aktie eine 6,2% Aktienanleihe Classic 2020/12 (ISIN DE000DF4WDM4 / WKN DF4WDM) mit dem Basiswert Allianz vor.

Nach einem guten Start in das laufende Jahr habe Europas größter Versicherungskonzern Allianz auch im zweiten Quartal sein Wachstum fortsetzen und so manche Analystenschätzung übertreffen können. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei der Gesamtumsatz um 6,1% auf 33,2 Mrd. Euro gestiegen. Das operative Ergebnis sei um 5,4% auf 3,2 Mrd. Euro geklettert. Die Allianz habe somit in den ersten sechs Monaten bereits mehr als die Hälfte des prognostizierten Gesamtjahresgewinns erwirtschaften können. Das Ergebnis pro Aktie liege nach dem Halbjahr bei 9,76 Euro. Gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum sei dies ein Plus von über 10%. Vorstandschef Oliver Bäte äußere sich im Rahmen der Vorstellung der Zahlen optimistisch für das weitere Jahr und gehe davon aus, dass der Versicherungsriese die Jahresziele erreiche.

Verantwortlich für dieses gute Ergebnis sei überraschenderweise das Geschäft mit Lebensversicherungen. So sei das Neukundengeschäft um 8,5% gewachsen - vor allem in Deutschland und den USA habe eine hohe Nachfrage nach den Versicherungen geherrscht. Ebenfalls Positives gebe es aus dem Asset Management zu vermelden. Der Vermögensverwaltung mit den beiden Fondsgesellschaften Pimco und Allianz Global Investors seien von April bis Juni 20,3 Mrd. Euro neue Gelder zu geflossen. Das gesamte verwaltete Vermögen sei dadurch auf 2,2 Mrd. Euro gestiegen und habe ein Allzeithoch erreicht.

Seit Mitte Februar laufe ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1,5 Mrd. Euro. Bis zum 30. Juni seien rund 6,2 Mio. Aktien erworben worden. Auf Basis des aktuellen Kurses sei somit nahezu das ganze Programm ausgeschöpft. Ob und wann es weitere Rückkäufe geben werde, sei fraglich. Vor weiteren Aktienkäufen wolle der Vorstand erst nach neuen Übernahmezielen Ausschau halten und Möglichkeiten für anorganisches Wachstum prüfen.

Zudem wolle die Allianz das Online-Geschäft ausbauen und die Konkurrenz mit einem neuen Direktversicherer unter Druck setzen. Der Internet-Versicherer Allianz Direct solle im Herbst - rechtzeitig zur Wechselsaison der Kfz-Versicherungen - an den Start gehen. Finanzchef Giulio Terzariol habe verlauten lassen, dass die Allianz in den ersten Jahren durchaus auf Gewinne verzichten könnte. Diese Aussage könne als Kampfansage an die Konkurrenz gedeutet werden, welche sich womöglich auf eine Preisschlacht einstellen müsse.

Trotz des schwierigen Marktumfeldes für Versicherer entwickle sich das Geschäft der Allianz sehr erfreulich. Die Analysten der DZ BANK denken, dass mögliche Akquisitionen in den nächsten Monaten für weiteres Wachstum sorgen könnten. Zudem könnten mit dem zukünftigen Direktversicherer neue Kundengruppen gewonnen werden, auch wenn dies anfangs das Konzernergebnis belasten dürfte. Risiken sähen die Analysten vor allem in der wieder lockerer werdenden Geldpolitik der großen Notenbanken. Ein noch niedrigeres Zinsniveau könnte sich negativ auf die Finanzergebnisse auswirken.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Allianz SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 28.12.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 210,526 Euro und einer Zinszahlung von 6,20% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 28.12.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Allianz SE. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu. Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Allianz SE.

Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten: 1. Liege der Schlusskurs der Aktie der Allianz SE an der Börse Xetra Frankfurt am 18.12.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 210,526 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. 2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (4,75) bestimmte Anzahl von Aktien der Allianz SE. Es würden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhalte der Anleger die Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags werde unter dem Nennbetrag liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien sei ausgeschlossen.

Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Allianz SE am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 1,53 Euro belaufen. (Ausgabe vom 09.08.2019) (12.08.2019/alc/a/a)

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