7% Aktienanleihe Protect 2020/12 auf Wirecard: Wachstumsschub durch Strategieanpassung! Anleiheanalyse


21.10.19 10:45
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Wirecard-Aktie eine 7% Aktienanleihe Protect 2020/12 (ISIN DE000DF7UEG1 / WKN DF7UEG) mit dem Basiswert Wirecard vor.

Wirecard biete Dienstleistungen rund um die Abwicklung des digitalen Zahlungsverkehrs an. Im Trend zu mobilen und bargeldlosen Zahlungen sähen die Analysten einen wesentlichen Wachstumstreiber für das Geschäft, das durch eine Strategieanpassung des Vorstands bis 2025 noch stärker zulegen solle als bislang prognostiziert.

Die Geschäfte würden glänzend für das Unternehmen aus Aschheim bei München laufen. Nach einem starken ersten Halbjahr, in dem das über die Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen, die Umsätze und das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) jeweils um mehr als ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugelegt hätten, habe sich Wirecard-Vorstandschef Markus Braun äußerst optimistisch hinsichtlich der Entwicklung des zweiten Halbjahres gezeigt. Zugleich habe er die Prognose für das EBITDA im Gesamtjahr 2019 auf einen Zielkorridor von 765 Mio. Euro bis 815 Mio. Euro angehoben.

Für Zuversicht in der Vorstandsetage würden vor allem das anhaltende Wachstum des Online-Handels und die zunehmende Verbreitung bargeldloser Zahlungsmethoden sorgen. Eine strategische Partnerschaft mit dem Technologieinvestor Softbank solle Wirecard bei der Gewinnung neuer Kunden (u.a. aus dem Portfolio von Softbank) sowie der Expansion in Japan und Südkorea helfen.

Auch längerfristig strebe der Vorstand ein stärkeres Wachstum an. Sei er in der Unternehmensstrategie "Vision 2025" bislang von einem Umsatzanstieg auf über 10 Mrd. Euro und einem EBITDA von über 3 Mrd. Euro ausgegangen, würden nun für 2025 Umsätze von mehr als 12 Mrd. Euro sowie ein EBITDA von mehr als 3,8 Mrd. Euro erwartet. Ausschlaggebend für die Anhebung sei eine Anpassung der Strategie, von der sich der Vorstand ein noch stärkeres Geschäft im ohnehin dynamisch wachsenden Markt für Zahlungsdienstleistungen verspreche. So sollten eine verstärkte Konzentration auf Großkunden und die Partnerschaft mit Softbank dazu beitragen, das Transaktionsvolumen von 124,9 Mrd. Euro im Jahr 2018 auf mehr als 810 Mrd. Euro (bisher: mehr als 710 Mrd. Euro) im Jahr 2025 zu steigern. Mit Aldi habe im Juli bereits ein neuer Großkunde gewonnen werden können. Darüber hinaus erweitere Wirecard sein Angebot um Dienstleistungen, die für die Kunden zusätzlichen Nutzen hätten, beispielsweise die Auswertung von Daten zu den Online-Zahlvorgängen. Mit den Informationen zum Einkaufsverhalten könnten Unternehmen ihren Kunden dann gezielt individuelle Angebote unterbreiten.

Die Analysten der DZ BANK sehen in der weltweit zunehmenden Akzeptanz bargeldloser sowie mobiler Zahlungsmöglichkeiten einen grundlegenden Wachstumstreiber für das Geschäft von Wirecard. Die Erweiterung des Dienstleistungsangebots sowie die Akquise neuer Kunden durch die Kooperation mit Softbank würden zusätzliches Potenzial bieten. Risiken würden aus Sicht der Analysten die hohe Bewertung sowie die erhöhte Volatilität der Aktie darstellen. Mit Blick auf das Geschäft bestehe das Risiko, dass sich die Vorteile aus der Kooperation mit Softbank weniger positiv entwickeln würden als angenommen. Zudem könnte die Fokussierung auf Großkunden zu einer Abschwächung der Marge führen, da diese bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen höher sei als bei Großkunden.

Eine interessante Alternative zur Direktanlage in die Aktie würden Aktienanleihen darstellen. Anlegern stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Wirecard AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Protect mit Fälligkeit (Rückzahlungstermin) am 21.12.2020, einer Barriere von 80,00 Euro, einem Basispreis von 125,00 Euro und einer Zinszahlung von 7,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 21.12.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Wirecard AG. Der Anleger erhalte während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Wirecard AG. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Jeder Kurs des Basiswerts liege während der Beobachtungstage (07.10.2019 bis 14.12.2020) (Beobachtungspreis) immer über der Barriere von 80,00 EUR oder der Schlusskurs des Basiswerts Wirecard AG liege an der maßgeblichen Börse (Xetra Frankfurt) am 14.12.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 125,00 EUR. In diesem Fall erhalte der Anleger den Nennbetrag von 1.000,00 EUR.

2. Mindestens ein Beobachtungspreis liege auf oder unter der Barriere und der Referenzpreis liege unter dem Basispreis. In diesem Fall erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (8,00) bestimmte Anzahl von Aktien des Basiswerts. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien des Basiswerts am Rückzahlungstermin zzgl. der Zinszahlung unter dem Kaufpreis der Aktienanleihe liege.

Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 0,00 Euro belaufen. (Ausgabe vom 18.10.2019) (21.10.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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