Aktienanleihe Classic 5% 2020/10 auf CTS EVENTIM: Adressierte Trends intakt - Anleiheanalyse


25.11.19 10:30
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von CTS EVENTIM eine Aktienanleihe Classic 5% 2020/10 (ISIN DE000DF7XKH0 / WKN DF7XKH) mit dem Basiswert CTS EVENTIM vor.

CTS EVENTIM gehöre 2019 zu den Top-Performern im MDAX. Die Aktie habe in den vergangenen Monaten immer wieder neue Rekorde erreicht. Weiterhin gut laufende Geschäfte sowie die aussichtsreichen Wachstumsperspektiven seien treibende Kräfte.

Der MDAX-Konzern mache weiterhin gute Geschäfte mit dem Verkauf von Tickets sowie dem Veranstalten von Konzerten. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2019 habe das Unternehmen in beiden Konzernsäulen Zuwächse verzeichnet. Der Umsatz im Segment Ticketing habe sich laut vorläufigen Zahlen um 11% auf 306,9 Mio. Euro verbessert. Gleichzeitig sei das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 16,7% auf 119,2 Mio. Euro gestiegen. Noch etwas größer seien die Steigerungen im Segment Live-Entertainment ausgefallen. Hier hätten die Umsätze um 19% auf 781,4 Mio. Euro zugelegt. Das bereinigte EBITDA sei um 52,7% auf 57,8 Mio. Euro gestiegen.

Insgesamt hätten sich die Konzernerlöse um 16,5% auf 1,07 Mrd. Euro erhöht. Beim bereinigten EBITDA habe CTS EVENTIM ein Plus von 26,5% auf 177 Mio. Euro verbucht. Bei Vorlage der vorläufigen Zahlen habe der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Er gehe damit weiterhin von steigenden Umsätzen und Gewinnen aus.

Die Geschäftsentwicklung in den vergangenen Monaten unterfüttert unsere Zuversicht, dass der Konzern auch weiterhin mit seinem Geschäftsmodell erfolgreich sein wird, so Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG, weiter. CTS EVENTIM habe bereits eine starke Marktposition und baue diese Stellung kontinuierlich aus. Dazu würden auch Akquisitionen gehören, was mit den daraus resultierenden Risiken verbunden sei. Bislang habe das Management bei Übernahmen und deren Integration nach Erachten von Dickel eine sehr gute Bilanz vorzuweisen.

Darüber hinaus sehe Alexander Dickel die strukturellen Wachstumstreiber intakt. Seit Jahren verschiebe sich der Ticketverkauf zunehmend vom stationären Verkauf auf die Online-Plattformen. CTS EVENTIM habe sich in diesem Bereich rechtzeitig positioniert und profitiere aufgrund seiner starken Stellung zunehmend von positiven Skaleneffekten. Ein weiterer Trend, der geschäftsfördernd sei, sei die steigende Bedeutung von Konzerten als Einnahmequelle für Künstler.

Die positive Geschäftsentwicklung von CTS EVENTIM sowie die weiterhin aussichtsreichen Perspektiven würden sich in einer positiven Aktienkursentwicklung widerspiegeln. Daraus ergebe sich aktuell ein Bewertungsaufschlag. Mit den kräftigeren Kursverlusten in der vergangenen Woche sei dieser jedoch etwas abgebaut worden. Auslöser für die Abgaben sei eine Platzierung von Anteilen durch die KPS Stiftung von Firmengründer Klaus-Peter Schulenberg gewesen. Die Stiftung habe ihre Beteiligung von etwas mehr als 43% auf 38,8% reduziert. Dieser Schritt könnte an dem grundlegenden positiven Sentiment der Anleger kratzen und damit die kurzfristige Kursentwicklung bremsen. Längerfristig seien zudem weitere derartige Platzierungen nicht auszuschließen.

Risiken sehen wir zudem in den grundsätzlich hohen Wachstumserwartungen des Marktes und dem damit verbundenen Enttäuschungspotenzial, so Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG. Ein Unsicherheitsfaktor bleibe auch das Thema Maut. Als ein Systembetreiber der Maut in Deutschland hätte CTS EVENTIM damit zusätzliche Einnahmen generiert. Nachdem die deutschen Maut-Pläne aber durch den Europäischen Gerichtshof gekippt worden seien, würden diese nun ausbleiben. Zwar seien Schadensersatzzahlungen denkbar. Die Höhe sei jedoch offen. Zudem könnte ein jahrelanges Schiedsverfahren folgen.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stünden Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der CTS EVENTIM AG & Co. KGaA als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 21.10.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 50,00 Euro und einer Zinszahlung von 5,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 21.10.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der CTS EVENTIM AG & Co. KGaA. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 5,74 Euro belaufen. Anleger würden während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) erhalten und hätten keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der CTS EVENTIM AG & Co. KGaA. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liege der Schlusskurs der Aktie der CTS EVENTIM AG & Co. KGaA an der Börse Xetra Frankfurt am 14.10.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 50,00 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (20,00) bestimmte Anzahl von Aktien der CTS EVENTIM AG & Co. KGaA. Es würden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhalte der Anleger die Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien sei ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags werde unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der CTS EVENTIM AG & Co. KGaA am Rückzahlungstermin zuzüglich des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals sei möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust trete ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liege (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null sei. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 22.11.2019) (25.11.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.