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Bank of Japan dürfte ihren geldpolitischen Kurs nicht ändern


14.03.19 11:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der holprige Jahresauftakt der japanischen Konjunktur setzt sich fort, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Die Januar-Zahlen zu den Maschinenbestellungen, ohne Schiffbau und Energieproduktion, seien überraschend stark um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen. Erwartet worden sei lediglich ein Rückgang von 1,9 Prozent. Zwar seien die inländischen Bestellungen auf breiter Front zurücgegangen, aber der Rückgang seitens des Verarbeitenden Gewerbes mit -1,9 Prozent sei deutlich kleiner gewesen als im Nichtverarbeitenden Gewerbe mit minus 8 Prozent. Die ausländischen Bestellungen im Januar hätten erneut mit 18 Prozent zum Vormonat enttäuscht. Damit summiere sich der Rückgang der letzten beiden Monate hier auf rund 33 Prozent. Jedoch seien die Daten zu Maschinenbestellungen für gewöhnlich sehr volatil.

Ob es sich nur um eine kleine Delle oder um eine nachhaltige Eintrübung der Konjunktur handle, damit beschäftige sich die Bank of Japan (BoJ) auf ihrer heute beginnenden geldpolitischen Sitzung. Dass die BoJ ihren geldpolitischen Kurs ändere, werde weiterhin nicht erwartet. Eher werde auf eine Verbesserung der Wachstumsaussichten im Frühling spekuliert. Zwar habe der getrübte Konjunkturausblick der EZB letzte Woche den Kurs des Yen gegenüber dem Euro gestärkt, doch habe der Yen seither wieder rund 0,6 Prozent an Boden verloren. (14.03.2019/alc/a/a)