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Bank of Japan könnte zu einer Reaktion gezwungen sein, um weitere Aufwertung des Yen zu vermeiden


11.06.19 12:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die japanischen Löhne fielen im April erneut - den vierten Monat in Folge, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Der Rückgang in der Entlohnung habe sich auf ein Minus von 0,1 Prozent belaufen, er habe damit über den Markterwartungen von -0,7 Prozent gelegen. Hingegen hätten sich die Konsumausgaben der Haushalte mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent präsentiert und befänden sich damit seit fünf Monaten im Aufschwung. Scheinbar würden sich hier Vorzieheffekte beim Konsum andeuten, als Folge der im Oktober anstehenden Mehrwertsteuererhöhung. Besonders deutlich zeige sich dies an den zuletzt stark angestiegen Autoverkäufen. Ob diese Entwicklung vor dem Hintergrund schwindender Lohneinkommen in Japan anhalten könne, bleibe abzuwarten.

Allerdings stünden die Zahlen zur Lohnentwicklung seit einigen Monaten in der Kritik. Die Daten würden nach einer neuen Methode erhoben, was manche Kritiker an der Aussagekraft der Daten zweifeln lasse. Währenddessen könnte die anhaltende Yen-Stärke vor dem Hintergrund eines länger anhaltenden Handelsstreits zur Belastung werden. Sollten die wichtigen Zentralbanken wegen der negativen Auswirkungen höherer Zölle Lockerungsmaßnahmen einleiten, könnte die Bank of Japan zu einer Reaktion gezwungen sein, um eine weitere Aufwertung des Yen zu vermeiden. (11.06.2019/alc/a/a)