Bund-Future: Indikatoren verlieren an Dynamik


15.03.19 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das britische Parlament stimmte gestern für eine Verlängerung der Austrittsfrist aus der Europäischen Union, so die Analysten der Helaba.

Wie die zusätzliche Zeit genutzt werde, sei bisher offen. Die Optionen Neuverhandlungen mit der EU, eine Annahme des "May-Deals" oder einer Absage des EU-Austritts möglich. Ein zweites Referendum werde es nicht geben, denn dies sei gestern im Parlament abgelehnt worden. Zudem bleibe die Gefahr eines ungeregelten "Brexits" bestehen. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe gestern per saldo gegenüber dem Vortag wenig verändert gehandelt.

Die Indikatoren im Tageschart würden an Dynamik verlieren, stünden aber noch oberhalb der Signallinien. Eine erste Haltemarke bestehe bei 163,85 (38,2-Retracement des März-Anstiegs). Knapp darunter verlaufe die 21-Tagelinie bei 163,82. Sollte der Bund-Future diese Marken unterschreiten, würden die Analysten weiteres Abwärtspotenzial ausmachen, welches zunächst bis in die Zone 163,43/58 hineinreiche. Widerstände würden die Analysten im Bereich 164,58/74 lokalisieren (dort finde sich auch das Kontrakthoch). Die Trading-Range liege zwischen 163,85 und 164,74.

Mit dem Pausieren im US-Zinserhöhungszyklus und der Kehrtwende der Europäischen Zentralbank seien die Renditen dies- und jenseits des Atlantiks auf dem Rückzug gewesen. Die Rendite 10-jähriger Treasury Notes liege bei aktuell 2,62%. Die Rendite 10-jähriger Bundeswertpapiere habe Ende Februar zwar zeitweise die Abwärtstrendlinie übersprungen, nun die Rendite der Benchmarkanleihe wieder bei 0,08%. (15.03.2019/alc/a/a)