Bund-Future: Korrekturrisiko begrenzt


14.05.19 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das Klima zwischen den USA und China ist angespannt und eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts zeichnet sich ebenfalls nicht ab, so die Analysten der Helaba.

Insofern bleibe die Risikoaversion erhöht und daran werde die heute anstehende ZEW-Umfrage wohl nichts ändern. Das Korrekturpotenzial am Rentenmarkt erscheine daher begrenzt, zumal auch das technische Bild per saldo als unterstützend zu bezeichnen sei. So würden sich MACD und Stochastik gen Norden richten und der DMI stehe im Kauf. Widerstände würden die Analysten bei 166,61 und am Kontrakthoch bei 166,75 lokalisieren. Unterstützungen seien im Bereich 165,92/166,00, an der 21-Tagelinie (165,47) und bei 165,24 zu finden. Die Trading-Range liege zwischen 165,70 und 166,75.

Heute werde das italienische Schatzamt mit Aufstockungen 3-, 7- und 30-jähriger BTPs aktiv. Insgesamt sollten bis zu 6,75 Mrd. EUR in die Staatskasse gespült werden. Die Finanzierungskosten würden steigen, denn das Marktumfeld sei aufgrund des Handels- und Irankonflikts sowie der Raketentests in Nordkorea schwierig. Zudem gebe es anhaltende Unsicherheiten bezüglich der Konjunktur in Italien und der Entwicklung der dortigen Haushaltszahlen. Der Vertrauensverlust mache sich an den Rentenmärkten bemerkbar. So steige nicht nur der Spread zu Bundesanleihen, BTPs würden auch gegenüber spanischen Staatsanleihen eine spürbare Underperformance aufweisen. Die Renditedifferenz im Bereich von fünf Jahren sei seit Anfang Mai um über 20 BP auf 183 BP gestiegen. Dies sei das höchste Niveau seit Dezember 2018. (14.05.2019/alc/a/a)