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Bund-Rendite mit neuem Jahrestief - Autozölle verschoben


16.05.19 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen fiel gestern temporär auf ein neues Jahrestief und nähert sich den historischen Tiefständen von rund -0,2% aus dem Jahr 2016 an, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Medienberichte, wonach die USA die Entscheidung über die Einführung von Automobilzöllen verschieben dürften, hätten jedoch später zu einer sinkenden Nachfrage nach Bundesanleihen geführt. Rückenwind für den Rentenmarkt hätten indes die Konjunkturdaten aus den USA geniert.

So sei es bei den US-Einzelhandelsumsätzen im April zu einem unerwarteten Rückgang um 0,2% gg. Vm. gekommen (Konsens: +0,2%). Auch die US-Industrieproduktion sei im April mit einem Rückgang um 0,5% gg. Vm. (Konsens: 0,0%) hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nachdem schon die Daten zur chinesischen Industrieproduktion im April enttäuscht hätten, werde hier deutlich, dass auf globaler Ebene die Industrie weiter schwächele.

Solange die konjunkturellen Unsicherheiten hoch bleiben würden, sei mit keiner nachhaltigen Trendwende an den Anleihenmärkten zu rechnen. (16.05.2019/alc/a/a)