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CEE-Staaten: Inflationsdruck nimmt zu


24.09.21 11:45
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.anleihencheck.de) - Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion in Polen wachsen weiterhin robust, die Wachstumsdynamik schwächt sich allerdings ab, so die Analysten von Raiffeisen Capital Management in einer aktuellen Ausgabe des "emreport".

Dafür habe die Inflation zuletzt erheblich stärker zugelegt als von Analysten prognostiziert und habe in einer ersten Schätzung im August 5,4% p.a. erreicht. In Tschechien sei das Wirtschaftswachstum für das zweite Quartal etwas nach oben revidiert worden, von ursprünglich 7,8% auf 8,2%. Ähnlich wie in Polen sei auch in Tschechien die Inflation stärker als erwartet auf 3,4% p.a. im Juli gestiegen und sie habe im August weiter auf über 4% angezogen. Tschechiens Präsident habe unterdessen damit gedroht, sein Veto gegen den jüngsten Budgetentwurf der Regierung einzulegen, wenn nicht die staatlichen Investitionen erhöht und andere Ausgaben reduziert würden. Auch die Opposition habe die Budgetpläne der Regierung kritisiert.

Ungarns Notenbank habe unterdessen den wichtigsten Zinssatz zum dritten Mal in Folge von nunmehr 1,2% auf 1,5% erhöht, und mit sofortiger Wirkung eine Reduktion ihrer Anleihekäufe angekündigt. Die Notenbank habe dabei darauf verwiesen, dass der Rückgang der Inflation im Juli auf 4,6% (nach zuvor 5,3%) vor allem durch Basiseffekte bedingt gewesen sei. Die Aktienmärkte hätten in allen drei Ländern im August kräftig zugelegt, am stärksten in Ungarn (+6,9%), gefolgt von Tschechien (+6,2%) und Polen (+5,1%). (Ausgabe vom 17.09.2021) (24.09.2021/alc/a/a)