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Deutschland stockt Fixzinsanleihe mit Fälligkeit 2048 auf


16.05.19 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Wie gestern bekannt wurde, ist das US-Handelsministerium zur Ansicht gelangt, der Import in der EU und Japan gebauter Autos bedrohe die nationale Sicherheit, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Wie schon im Fall von Stahl und Aluminium sei die Begründung hanebüchen: Angeblich untergrabe die Einfuhr dieser Autos die Fähigkeit amerikanischer Unternehmen, beim technologischen Wandel im Automobilsektor mitzuhalten. Die beiden wichtigsten Autobauer der USA, General Motors und Ford würden seit Jahren Milliardengewinne machen. In der Konsequenz erwäge Präsident Trump die Einführung von Strafzöllen, sollten die EU und Japan nicht binnen 180 Tagen den Export von dort gebauten Autos in die USA begrenzen oder ein Handelsabkommen mit den USA schließen, in dessen Rahmen dieses "Problem" im Sinne der USA gelöst werde. Eine Eskalation des Handelsstreites mit der EU und mit Japan scheine damit programmiert zu sein. Beide würden und könnten selbst wenn sie wollten die Ausfuhr von Autos in die USA nicht begrenzen, da diese - für die US-Regierung wohl überraschend - von der dortigen Nachfrage abhänge und für die Erzielung eines Handelsabkommens sechs Monate viel zu kurz seien. In der Regel würden solche Verhandlungen Jahre dauern.

Daneben habe Trump gestern auch noch den nationalen Notstand im Bereich Telekommunikation erklärt. Der Einfluss ausländischer Unternehmen schade dem Wohl der USA. Damit hätten ausländische Netzausrüster quasi keine Chance mehr, im Rahmen des Aufbaus des 5G-Netzes an Aufträge zu gelangen. Dies betreffe in erster Linie die beiden chinesischen Großkonzerne Huawei und ZTE.

Deutschland habe gestern eine Fixzinsanleihe mit Fälligkeit 2048 aufgestockt. Heute habe sich Frankreich mit drei inflationsindexierten Anleihen angemeldet. (16.05.2019/alc/a/a)