Hängepartie durch offene Brexit-Frage


18.04.19 12:00
Baader Bank

Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Keine Frage, die Europäische Union (EU) hat im Zuge der Brexit-Verhandlungen und den Versuchen von Theresa May, ihren Deal nachzuverhandeln, Standhaftigkeit und Prinzipientreue bewiesen, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.

So sei die britische Premierministerin bei ihren mehrfachen Besuchen in Brüssel, bei denen sie neue Zugeständnisse habe erhalten wollen, immer wieder abgeblitzt. Die Frage sei aber nun, was passiere, wenn das parlamentarische Chaos in Westminster auch bis zum 31. Oktober anhalte - also jenem Tag, an dem die erneut verlängerte Frist, die Brüssel den Briten gewährt habe, ende.

Die EU sei bei der Fristverlängerung zu einem Opfer ihrer eigenen Selbstgewissheit geworden, schreibe dazu die "Zeit". Zu sehr habe man darauf vertraut, dass die Briten doch noch zu der Einsicht kommen würden, die EU sei die beste aller Lösungen. Es sei zu hoffen, dass dies noch geschehe. Dennoch müsse man mit Querschüssen der Brexiteers vom Schlage eines Boris Johnson immer rechnen. So setze man in Großbritannien große Hoffnung in eine politische Annäherung der unterschiedlichen Interessensgruppen und hoffe auf die Rückkehr der Vernunft. Doch noch sei kein "weißer Rauch" aufgestiegen.

So würden auch die Gespräche zwischen May und Labour-Chef Jeremy Corbyn als festgefahren gelten. Bekanntlich wolle May ja versuchen, mit Labour eine Einigung für den Austritt Großbritanniens aus der EU zu erreichen. Aber von Corbyns Forderung nach einer Zollunion mit der EU wolle sie nichts wissen. Dabei würden führende Labour-Politiker darauf drängen, das Volk ein zweites Mal zu befragen - ein Vorhaben, das bei Hardlinern unter den Tories wiederum als "Hochverrat" tituliert werde. Annäherung sehe definitiv anders aus.

Ein Grund zum Durchatmen sei der erneute Aufschub des Brexits jedenfalls nicht - erst recht nicht für die Wirtschaft. Denn bereits die Verschiebung des Brexits bewirke nach den Worten des Chefs des Berliner Forschungsinstituts DIW, Marcel Fratzscher, einen Schaden für Konjunktur und Unternehmen. Seines Erachtens sei die Unsicherheit "Gift für die Wirtschaft" und damit sei die offene Brexit-Frage zur Hängepartie geworden. Dennoch werde die deutsche Wirtschaft laut Fratzscher einen chaotischen EU-Austritt der Briten "relativ gut wegstecken". Neben dem Brexit werde Europa aber auch von vielen anderen offenen Entscheidungen wie der Besetzung der Spitzenpositionen bei der EU-Kommission und der EZB gelähmt.

Habe man zuletzt den Eindruck gehabt, dass die EU nur noch mit dem Brexit beschäftigt sei und alle anderen strategischen Herausforderungen vernachlässige, so werde sich am Ergebnis der Europawahlen ablesen lassen, wie das die Bevölkerung empfinde. Vielleicht komme es aber sogar zu einer pro-europäischen Dynamik. Es bleibe also spannend.

Was sich derzeit in Italien zusammenbraue, verheiße nichts Gutes. Nachdem die drittgrößte Volkswirtschaft in Europa noch vor Kurzem einen Konjunkturschub von einem Prozent prognostiziert habe, steuere das Land nun auf ein Nullwachstum zu, wie Wirtschaftsminister Giovanni Tria bereits gewarnt habe. Damit werde das geplante Neuverschuldungsziel von 2,04% des BIPs verfehlt. Stattdessen werde das Budgetdefizit auf ca. 2,40% steigen, worüber Rom lange mit Brüssel gestritten habe. Bekanntlich wolle die Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega mit dem höheren Haushaltsdefizit eine kostspielige Rentenreform und neue Sozialleistungen bezahlen. Vor diesem Hintergrund bewerte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, Konflikte mit Italien als ein viel größeres Risiko für die europäische Wirtschaft als einen harten Brexit. Schließlich würde sich eine tiefe Rezession in Italien auch auf Deutschland - als einen der wichtigsten Handelspartner des Landes - auswirken.

Und im schlimmsten Fall könne das Defizit noch höher ausfallen. Zumal die OECD bereits heute befürchte, dass die Wirtschaftsleistung des Landes in diesem Jahr sogar um 0,2% schrumpfen werde und die Schuldenquote auf 134% ansteigen könnte. Nicht von Ungefähr habe jüngst EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker von der Regierung in Rom zusätzliche Kraftanstrengungen gefordert, um die schwächelnde Konjunktur anzukurbeln. Denn sonst laufe das Land Gefahr, bei der nächsten Rezession in größere Schwierigkeiten zu geraten - und würde damit natürlich auch die EU vor Probleme stellen.

Hierbei zeige sich zum wiederholten Male, dass die in Rom regierenden Populisten gerne andere Institutionen - wie in diesem Falle die EU - zum Sündenbock machen würden, um von den eigenen Versäumnissen abzulenken. Dabei gäbe es genügend vor der eigenen Haustür zu kehren. Ein zentraler Punkt seien hier die italienischen Banken, die nicht nur milliardenschwere faule Kredite mit sich herumschleppen würden, sondern auch noch italienische Staatsanleihen im Volumen von ca. 400 Mrd. Euro in den Büchern hätten. Dies berge die Gefahr in sich, dass bei fallenden Kursen die kriselnden Banken entsprechende Abschreibungen vornehmen müssten. Derzeit betrage der Renditespread italienischer Bonds im Zehnjahresbereich ca. 252 BP gegenüber deutschen Bunds - Tendenz wieder leicht steigend.

Und über allem schwebe das Damoklesschwert eines Downgrades der Kreditwürdigkeit des Landes. Erst im März habe die Ratingagentur Moodys die Bonität Italiens mit "Baa3" gerade noch im Bereich "Investment Grade" belassen. Damit liege die Bonitätsnote des Landes nur eine Stufe über dem sogenannten Ramschbereich. Unter anderem sollten neue günstige Langfristkredite der EZB den Absturz in Richtung Non-Investment Grade verhindern.

Daher hänge viel davon ab, ob es dem Land gelinge, internationale Investoren und Ratingagenturen von seiner Kreditwürdigkeit zu überzeugen. Ein vernünftiges Sparprogramm, gekoppelt mit weitreichenden Reformen, würde hier sicher helfen. Allerdings scheine die Regierung in Rom gerade auf Abwegen, also in eine ganz andere Richtung, unterwegs zu sein.

Was mancher Beobachter anfangs vielleicht nur als Sticheleien eines unbeherrschten Präsidenten wahrgenommen habe, entpuppe sich inzwischen als handfeste Mobbing-Kampagne gegen Jerome Powell. Nachdem D. T., der Unberechenbare, seinen eigenen Notenbank-Chef wiederholt kritisiert habe, wolle Donald Trump nun das oberste Führungsgremium der FED mit willigen Helfern besetzen, die ihm seine Wünsche erfüllen sollten. Denn Trump fordere von der FED niedrigere Zinsen, um neben einem wirtschaftlichen Aufschwung ihm auch seine Wiederwahl zu ermöglichen. Diese Unterstützung habe Powell, der standhaft an der Unabhängigkeit der Notenbank festhalte, dem Präsidenten aber bisher vehement verweigert.

Und einfach aus dem Amt jagen, lasse sich Powell, dessen Vertrag bis 2022 laufe, auch nicht. Also plane D. T., den siebenköpfigen Gouverneursrat mit seinem Wahlkampfberater Stephen Moore und Ex-Präsidentschaftskandidat Herman Cain zu besetzen. Beide mögen wissen, wie man vor Trump buckle, aber scheinen nichts von Geldpolitik zu verstehen, sodass selbst einige republikanische Senatoren avisiert hätten, deren Ernennung zu blockieren.

Die Tatsache, dass eine unabhängige Notenbank entscheidend zum Vertrauen beitrage, das eine Volkswirtschaft bei großen Investoren genieße, scheine Trump zu ignorieren oder nicht zu kennen. Dabei sollte der US-Präsident einmal in die Türkei blicken, wo Recep Erdogan ähnlich selbstherrlich die Notenbank gängle. Die negativen Folgen für die Türkische Lira seien hinreichend bekannt. Es sei manchmal gut, dass es noch Marktmechanismen gebe, die auch von Autokraten nicht einfach wegbefohlen werden könnten. Denn sollte Trumps Plan aufgehen und die FED würde tatsächlich wider besseren Wissens einen expansiveren Kurs in der Geldpolitik einschlagen, so würde sich dies negativ auf den US-Dollar und das Vertrauen globaler Investoren auswirken. Schließlich sei die Glaubwürdigkeit das höchste Gut einer jeden Notenbank.

Aus diesem Grunde sei es auch nicht verwunderlich, dass Mario Draghi die politischen Angriffe auf die Unabhängigkeit der FED kritisiert habe. In dasselbe Horn habe zusätzlich noch die IWF-Chefin Christine Lagarde gestoßen, als sie betont habe, dass die Unabhängigkeit der Notenbanken in der Vergangenheit gute Dienste geleistet habe und es hoffentlich auch künftig tun werde.

Auch wenn man die Richtigkeit der Zahlen aus Peking oftmals anzweifle, so würden sie dennoch die Finanzmärkte beeinflussen. Nach den gestrigen Daten habe Chinas Wirtschaft im ersten Quartal mit +6,4% einen unerwartet starken Start ins Jahr 2019 hingelegt. Auch die Industrieproduktion habe gegenüber dem Vorjahr um 8,5% gesteigert werden können und sei damit mehr als zwei volle Prozentpunkte höher gewesen als erwartet. Steuersenkungen und andere Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft seitens der Regierung in Peking hätten also durchaus Wirkung gezeigt.

Von derartigen Konjunkturprogrammen wolle Olaf Scholz allerdings nichts wissen. So habe der Finanzminister Forderungen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank, wonach Deutschland mehr Investitionen tätigen solle, um die Wirtschaft anzukurbeln, zurückgewiesen. Vielmehr habe Scholz die Haltung der Bundesregierung bekräftigt, weiterhin einen Haushalt ohne Schulden ("schwarze Null") anzustreben. Dies solle trotz einer von der Bundesregierung von 1,0% auf 0,5% reduzierten Wachstumsprognose auch für dieses Jahr gelten. Dabei könnte das stabile Wachstum in China ja wie ein kleines Konjunkturprogramm für die deutsche Wirtschaft wirken, die mit am meisten von dem Aufschwung im Reich der Mitte profitieren dürfte.

Deutschland sei damit Nutznießer einer fragwürdigen Wirtschaftspolitik in China, die zwar kurzfristig das dortige Wachstum voranbringen möge. Langfristig aber entferne sich das Land weiter von dem Ideal einer reduzierten Schuldenlast und der Korrektur struktureller Verzerrungen. Und so warne die Industriestaatengruppe OECD vor langfristigen Risiken für Chinas Wirtschaft durch milliardenschwere staatliche Konjunktur-Anschubhilfen. Die Ratingagentur Standard & Poor's habe bereits auf eine riesige Schuldengefahr von umgerechnet 5,3 Bill. Euro in den chinesischen Provinzen hingewiesen. Diese Strategie berge hohe Risiken, die auch Deutschland nicht egal sein könnten. In Anbetracht der Tatsache, dass China ca. ein Viertel zum Weltwirtschaftswachstum beitrage, könnten diese hohen Risiken von keinem der Handelspartner - auch nicht von Deutschland - ignoriert werden.

Auch nach diversen Hilfsprogrammen leide Griechenland immer noch unter einer erdrückenden Schuldenlast und somit sei es nicht verwunderlich, dass man in Athen Überlegungen anstelle, den im nächsten Jahr fällig werdenden Kredit in Höhe von 3,7 Mrd. Euro vorzeitig zu tilgen. Es handle sich hierbei um Gelder, die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Verfügung gestellt worden seien. Insgesamt müssten dem IWF bis 2024 ca. 9,3 Mrd. Euro zurücküberwiesen werden. Die hierfür zu zahlenden jährlichen Zinsen würden sich auf 5% belaufen. Und das sei auch der Grund, weshalb sich die griechische Regierung mit der vorzeitigen Rückzahlung beschäftige.

Denn aktuell würden griechische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren bei ca. 2,17% und von zehn Jahren bei ca. 3,30% rentieren. Somit könnte die Regierung in Athen mit einer Begebung neuer Anleihen zwar nicht ihren Schuldenberg abbauen, aber sehr wohl ihre Zinszahlungen senken. Die dafür notwendige Genehmigung des Euro-Rettungschirms ESM scheine nur noch Formsache zu sein. Seitens des ESM halte man diesen Schritt sogar für sinnvoll. Lediglich Deutschland und die Niederlande würden befürchten, dass damit sukzessiv ein Rückzug des IWFs aus der Kontrolle der Wirtschaftsreformen in Griechenland einhergehe.

Dass Griechenland am Kapitalmarkt solche Konditionen für eine Refinanzierung von fünf Jahren angeboten würden, sei allerdings nicht nachvollziehbar. Denn US-amerikanische T-Notes mit Endfälligkeit in 2024 würden mit ca. 2,40% und somit sogar 0,23 PP über vergleichbaren griechischen Anleihen rentieren. Auch wenn die USA täglich für ihren Schuldenberg ca. 900 Mio. USD an Zinsen zahlen würden, so sei das kein Grund für eine solche "Ungleichbehandlung" und sei nur mit einem Ausblenden sämtlicher Risikofaktoren zu erklären. Es gebe für ein solches Verhalten an den Finanzmärkten nur ein Wort: Irrsinn! Die USA hätten im Vergleich mit Griechenland eine sehr geringe Schuldenquote, eine funktionierende Wirtschaft und ein Spitzenrating. Und selbst die Europäische Zentralbank sei nicht bereit, griechische Staatsanleihen als Sicherheiten zu akzeptieren!

Am Primärmarkt für Corporate Bonds mache sich die Urlaubszeit auch bei der Emissionstätigkeit bemerkbar. Lediglich Sika Capital und Auchan Holding hätten sich aus der Deckung gewagt und sich am Kapitalmarkt refinanziert.

Sika Capital, eine Finanzierungstochter der Sika AG mit Sitz in der Schweiz, habe dabei 2 Bonds mit insgesamt 1 Mrd. Euro aufgelegt. Die erste Tranche (WKN A2R08E), ein achtjähriger Bond sei am 29.04.2027 fällig und mit einem Zinssatz in Höhe von 0,875% p.a. ausgestattet. Der Emissionspreis der 500 Mio. Euro schweren Anleihe habe bei 99,716% gelegen, was einem Spread von +55 BP über Mid Swap gleichgekommen sei. Ein zweiter ebenfalls 500 Mio. Euro schwerer zwölfjähriger Fix-Bond (ISIN XS1986416698 / WKN A2R08F) mit Fälligkeit am 29.04.2031 zahle dem Anleger Zinsen in Höhe von 1,5% jährlich. Der Reoffer habe bei 99,782% (+80 BP über Mid Swap) gelegen. Beide Anleihen seien jeweils drei Monate vor Endfälligkeit jederzeit zu 100% kündbar und mit einer Make Whole Option ausgestattet.

Die französische Warenhauskette Auchan habe über ihre Finanzierungstochter Auchan Holding erfolgreich einen 1 Mrd. Euro schweren Bond (ISIN FR0013416146 / WKN A2R0RV) mit Laufzeit bis zum 25.04.2025 am Kapitalmarkt platziert. Die Kette mit rund 880 SB-Warenhäusern, gut 860 Supermärkten und ca. 360 Einkaufszentren in 15 verschiedenen Ländern zahle den Investoren einen jährlichen Zins in Höhe von 2,375%. Die sechsjährige Anleihe sei zu 99,79% begeben worden, was einen Emissionsspread von +225 BP über Mid Swap bedeutet habe. Das Unternehmen habe sich ein optionales Kündigungsdatum ab dem 25.01.2025 (jederzeit zu 100%) einräumen lassen und wie Sika eine Mindeststückelung von 100.000 Euro festgelegt.

Die Karwoche sei im Kirchenjahr die letzte Woche der Fastenzeit und zugleich die Trauerwoche vor Ostern. Ähnlich hätten sicherlich viele Rentenhändler empfunden, als sie den Kursverlauf des Rentenbarometers analysiert hätten. Denn seit Wochenstart hätten die Kurse am Bondsmarkt nur eine Richtung gekannt - gen Süden. Dies sei zum größten Teil den teilweise guten Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks geschuldet gewesen. Somit könne man getrost behaupten, dass die Zunahme der Risikofreude bei den Investoren die Bondkurse unter Druck gebracht habe. Erschwerend seien vereinzelt Gewinnmitnahmen hinzugekommen und oftmals fehle bei volatilen Marktbewegungen die Kaufbereitschaft, was wie ein Brandbeschleuniger wirken könne.

In solchen Marktphasen empfehle es sich, die Chartanalyse in die Handelsentscheidungen mit einzubeziehen. Bei nachhaltigem Durchstoßen der Unterstützungslinie bei 164,15% sei eine technische Reaktion bis 163,20% möglich. Obwohl technisch angeschlagen sollte aber auch der Blick nach oben gerichtet werden. So sei eine Gegenreaktion von 66,6% des Absturzes von 166% auf 164,06% nicht auszuschließen. Das würde den Euro-Bund-Future wieder in die Region von ca. 165,35% katapultieren.

Zu Handelsbeginn am Gründonnerstag notiere das Sorgenbarometer bei ca. 164,42%, was einer Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe von +0,075% entspreche.

In dieser Handelswoche seien in den USA neben 17 Mrd. USD als Inflation indexierte T-Notes noch die üblichen Geldmarktpapiere (vier und acht Wochen sowie drei und sechs Monate) im Gegenwert von 163 Mrd. USD offeriert worden.

Aber auch in der Eurozone sei nur eine eingeschränkte Emissionstätigkeit zu beobachten gewesen. So habe die Slowakei zum Wochenstart zwei Altemissionen (ISIN SK4120014150 / WKN A191Y5, 2028; ISIN SK4120011420 / WKN A18W5D/ 2031) jeweils um ca. 100 Mio. Euro aufgestockt und am Folgetag hätten die Niederlande Material in der zehnjährigen Anleihe zur Verfügung gestellt (ISIN NL0013332430 / WKN A2RXZ3).

Bevor Frankreich am heutigen Tag mit diversen Anleihen den Schlusspunkt in dieser verkürzten Woche setze, habe die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland am Mittwoch das Emissionsvolumen der 2044 endfälligen Bundesanleihe um 1 Mrd. Euro auf nunmehr 27,5 Mrd. Euro erhöht. Hierfür hätten Kaufaufträge für nominal 1,599 Mrd. Euro vorgelegen und davon seien 776,45 Mio. Euro bei einer Durchschnittsrendite von 0,68% zugeteilt worden. Der Differenzbetrag von 233,55 Mio. Euro sei zur Marktpflege in den Eigenbestand des Bundes umgebucht worden.

Nachdem sich das britische Unterhaus für zehn Tage in die Osterpause verabschiedet habe, sei in dieser feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche auch beim Thema Brexit vorerst Ruhe eingekehrt. So handle das Pfund-Sterling zur Stunde ohne größere Kursschwankungen bei ca. 0,8660 GBP.

Gegenüber dem Greenback habe die europäische Gemeinschaftswährung nach einem durchwachsenen Start in den April zwar zeitweise bei 1,1184 USD gehandelt, habe sich aber im weiteren Handelsverlauf deutlich steigern können und zur Wochenmitte ein neues Aprilhoch bei 1,1324 USD markiert. Im Hinblick auf die Feiertage seien auch bei diesem Währungspaar keine neuen Impulse zu erwarten und so notiere der Euro heute Morgen wenig verändert bei ca. 1,13 USD.

Für die russische Währung sei 2019 bislang ein voller Erfolg, denn der Rubel sei unter den Schwellenlandwährungen der Top-Performer. Mit einem Anstieg von rund 7% gegenüber dem US-Dollar sei der Rubel im laufenden Jahr das Maß aller Dinge. Im Vergleich zum Euro sei die Entwicklung gleichermaßen positiv. Habe der Euro zu Beginn des Jahres noch leicht oberhalb der Marke von 80 RUB notiert, so sei der Euro in dieser Woche auf ein neues Jahrestief bei 72,0394 RUB gefallen. Gründe dafür seien der Höhenflug der Ölpreise und eine starke Nachfrage nach russischen Anleihen.

Obwohl sich die Privatanleger aktuell zurückhalten würden, seien dennoch Aktivitäten bei einigen Währungsanleihen zu beobachten gewesen. Dies gelte für Anleihen auf Norwegische Kronen, Russische Rubel, Südafrikanische Rand, Türkische Lira und US-Dollar.

Disclaimer

Die Baader Bank AG ist eine der führenden Investmentbanken für die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Marktführer im Handel von Finanzinstrumenten.

Als Market Maker ist die Bank für die börsliche und außerbörsliche Preisfindung von über 800.000 Finanzinstrumenten verantwortlich.

Im Investment Banking entwickelt sie Finanzierungslösungen für Unternehmen und bietet institutionellen Anlegern umfassende Dienstleistungen beim Vertrieb und dem Handel von Aktien, Anleihen und Derivaten. (18.04.2019/alc/a/a)





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