Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf LVMH: Kurs nach Verkündung der Zahlen auf Allzeithoch - Anleiheanalyse


15.04.19 10:00
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von LVMH eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Letzte Woche habe der umsatzstärkste Hersteller der Luxusgüterindustrie LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton S.A. sein Ergebnis für das abgelaufene Quartal vorgestellt. Die Erwartungen an das Ergebnis des Konzerns, welcher aus den Traditionsmarken Louis Vuitton, Moët et Chandon und Hennessy hervorgegangen sei, seien, wie aus mehreren Mitteilungen von Reuters hervorgehe, nicht besonders hoch gewesen. Doch ein bisher "lebhaftes Umfeld" in diesem Jahr habe dazu beigetragen, dass die organischen Verkäufe der LVMH in den ersten drei Monaten des Jahres die Markterwartungen übertroffen hätten.

Ein besonderes Augenmerk würden die Investoren derzeit auf den asiatischen - und hier insbesondere den chinesischen Markt - legen, der mit 35% (exklusive Japan) den größten Markt für die Gruppe darstelle. Vor zwei Jahren sei dieser Markt laut Unternehmensangaben noch für 27% des Wachstums verantwortlich gewesen. Die Bedenken, dass der Handelsstreit und die damit verbundenen Zölle die Nachfrage im chinesischen Markt abschwächen würden, hätten die jüngsten Ergebnisse ausräumen können und das organische Wachstum habe 17% gegenüber dem Vorjahreszeitraum betragen. Der Konzern habe aber ähnlich wie der französische Konkurrent Hermès versichert, dass "alle Regionen ein gutes Wachstum verzeichnen konnten".

Aber Konsumenten aus China würden schon heute mit einem Anteil von 32% die größte Kundengruppe für Luxusgüterkonzerne darstellen und es werde erwartet, dass die Nachfrage noch weiterwachse. Bis 2025 solle ihr Anteil am weltweiten Umsatz laut Schätzungen der Unternehmensberatung Bain & Company auf 46% steigen.

Beleuchte man die Zahlen der LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE so seien gewachsen: Die Wein- und Spirituosensparte um 9% und der Umsatz des Einzelhandels, dem auch die Kosmetikkette Sephora angehöre, sei um 8% gestiegen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, und damit hätten beide Sparten die Analystenschätzungen übertroffen. Dahinter zurückgefallen seien hingegen die Parfümerie- und die Uhren- und Schmucksparte. Die größten Treiber seien die Mode- und Lederwaren mit einem organischen Umsatzwachstum von 15% gewesen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Unternehmensangaben zufolge habe dieses Wachstum größtenteils von den "außergewöhnlichen" Leistungen bei Louis Vuitton, der größten Marke des Konzerns, und von den Verkäufen bei Christian Dior gestammt. Zu den Umsätzen der einzelnen, der über 70 dem Konzern zugehörigen Marken, habe man keine Angaben gemacht, jedoch habe der Konzern zusammengefasst, dass alle Geschäftseinheiten und Märkte zum Wachstum beigetragen hätten. Die Margen seien im Luxussegment noch immer gewohnt hoch, besonders in der Mode- und Lederwaren-, sowie der Parfum- und Kosmetiksparte. Im letzten Jahr habe sie bei über 21% gelegen.

Doch noch sollte man aus diesem Ergebnis keine Rückschlüsse auf die gesamte Branche ziehen. Eine ähnliche Stärke hätten momentan vielleicht noch Hermès oder Kering, aber für viele kleinere Hersteller wie Prada, Burberry, Salvatore Ferragamo oder Tod's sei das Umfeld schwieriger, meine Andrea Felsted Kolumnistin bei Bloomberg. Sie verfügten nicht über die gleichen Wettbewerbsvorteile wie die Großkonzerne und könnten stärker unter einem schwächeren Weltwirtschaftswachstum leiden. Kürzlich berichteten wir auf unserem Blog von den Herausforderungen denen H&M im Textil Sektor begegnet, doch diese sind längst nicht mehr nur im unteren Preissegment relevant, die Aktienanalysten der Bank Vontobel Europe AG. Auch Luxusgüter würden zunehmend im Internet bestellt, Investitionen in diesen Verkaufskanal seien entscheidend für den zukünftigen Erfolg, würden Branchenexperten argumentieren.

Mit LVMH sei eine weitgehende Diversifizierung innerhalb des Luxussektors möglich. Zum Konzernportfolio würden neben den Namensgebenden Marken auch weitere große Namen im Kerngeschäft, wie Zenith, Berluti oder Rimowa gehören. Außerdem würden zum Beispiel eine Duty-Free Kette, ein Hersteller von Yachten, mehrere Zeitschiften und Zeitungen oder die letztes Jahr akquirierte Hotelkette Belmond zum Konzern gehören. Auch wenn der asiatische Markt mittlerweile mehr als ein Drittel des Umsatzes bringe, könne man den Konzern auch als geographisch diversifiziert bezeichnen.

Die LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton SE werde aktuell bei EUR 164,94 (12.04.2019) gehandelt. Das 52-Wochenhoch habe bei EUR 342,30 gelegen (12.04.2019), das Jahrestief bei EUR 242,30 (12.10.2018). Bei Bloomberg würden 21 Analysten die Aktie auf "buy", zehn auf "hold" und drei Analysten auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 8,50% Aktienanleihe auf LVMH. Der Basispreis betrage 260,00 EUR, die maximale Rendite 1,55%. Der Geldkurs liege bei 106,29 EUR, wobei sich der Briefkurs auf 106,39 EUR belaufe. Der Bewertungstag sei am 20.03.2020. (Stand: 15.04.2019, 09:38)

Interessant sei auch die Protect Multi Aktienanleihe Quanto auf die Aktien von LVMH, Burberry und HUGO BOSS, die mit einem Kupon in Höhe von 8,50% ausgestattet worden sei. Der Abstand zur Barriere liege bei 16,28%. Die maximale Rendite belaufe sich auf 24,72%. Der Geldkurs betrage 93,26 EUR, der Briefkurs 93,76 EUR. Der Bewertungstag sei der 04.09.2019. (Stand: 15.04.2019, 09:38)

Außerdem könnte die 10,83% Protect Multi Fixkupon Express Anleihe auf LVMH, Hermes und L'Oréal (ISIN FR0000120321 / WKN 604843) interessant sein. Der Bonusbetrag pro Intervall belaufe sich auf 54,19 EUR. Der Abstand zur Barriere betrage 36,86%. Der Geldkurs betrage 104,42 EUR, wobei sich der Briefkurs auf 105,42 EUR belaufe. Die Laufzeit ende am 07.11.2019. (Stand: 15.04.2019, 09:04)

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 12.04.2019) (15.04.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
105,68 € 105,68 € -   € 0,00% 26.06./07:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000VF2CHP2 VF2CHP 106,61 € 99,00 €
Werte im Artikel
84,18 plus
+0,17%
253,50 plus
0,00%
626,80 plus
0,00%
54,86 plus
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0,00%
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19,85 minus
-1,66%