Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf deutsche Autobauer - Mehr in den US-Markt investieren - Anleiheanalyse


07.12.18 10:30
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die BMW-Aktie, die Daimler-Aktie sowie die Volkswagen-Vorzugsaktie eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Am Dienstag seien die Top-Manager der deutschen Automobilindustrie Diess, Zetsche und Peter in Washington erschienen, um die von Trump angedrohten Strafzölle auf Autoimporte aus der EU von bis zu 25% zu verhindern. Trumps Absicht sei unter der Androhung neuer Zölle gewesen, dass Daimler, BMW und Volkswagen zu neuen Investitionen in den USA gezwungen würden. Doch die Ergebnisse seien vage, da die Verhandlungshoheit zum Thema Handel bei der EU-Kommission liege. Das Treffen sei daher höchst umstritten gewesen, habe das "Handelsblatt" berichtet.

Doch Trump könne trotz neuer Strafzölle die Krise in der amerikanischen Automobilindustrie nicht aufhalten: General Motors habe verkündet fünf Werke in den USA zu schließen und 15.000 Stellen zu streichen. Zudem könne Ford nur seine Stellung im Heimatmarkt wahren: Aufgrund Trumps Politik der billigen Energie würden die Verkäufe der großen Pick-ups am Laufen gehalten. Exportfähig seien sie jedoch nicht, da sie sich nicht mit den Klimavorlagen der EU und mit der Elektrostrategie in China vertragen würden.

Daher bedeute Trumps Credo "America First" auch, dass Investitionen der deutschen Autobauer in die Vereinigten Staaten fließen sollten. Dafür habe jeder Konzern bereits Pläne: VW-Chef Herbert Diess habe verkündet gemeinsam mit Ford in den USA große Pick-ups bauen zu wollen. Die Verhandlungen zum Aufbau einer "globalen Auto-Allianz" seien fortgeschritten, das Bündnis würde auch die US-Autoindustrie stärken, habe Diess erklärt. Ein "großes Investmentprogramm" in den USA sei in Planung. Details darüber würden "im Januar oder Februar" bekannt gegeben. Zudem sei auch eine Kooperation mit dem Softwarekonzern Microsoft geplant. Des Weiteren sei der Bau eines zweiten Werks in Planung, VW möchte ein neues Elektroauto in den USA produzieren. Der genaue Standort stehe jedoch noch nicht fest.

Trump habe auch positiv auf die vorgelegten Konzepte von Daimler reagiert, habe CEO Zetsche gesagt. BMW habe zudem eine Investition von USD 9,3 Mrd. (EUR 8,2 Mrd.) in ihr Werk in Spartanburg (South Carolina) verkündet. Bis 2021 seien Investitionen von weiteren USD 600 Mio. und die Schaffung von 1.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen vorgesehen. BMW exportiere 70% der Produktion, was einen großen Beitrag für die US-Handelsbilanz darstelle.

Nach ihrem Treffen mit der US-Regierung hätten die deutschen Autobauer eine positive Bilanz gezogen: Trump habe den Managern nahegelegt, mehr in den US-Markt zu investieren, wozu sie auch bereit seien. Die Deutschen Autobauer seien daher zuversichtlich, dass die angedrohten Autozölle abgewendet werden könnten.

Ihnen sei jedoch bewusst, dass sie mit der US-Regierung über keine konkreten Autozölle verhandeln könnten. Dafür hätten sie kein Mandat, das liege bei der EU-Kommission, die seit längerem mit der US-Regierung Verhandlungen über ein transatlantisches Zollabkommen führe. Bei den Gesprächen zwischen den Automanagern und der US-Regierung könne es deshalb nur darum gehen, welche Investitionen und damit Arbeitsplätze die drei Autobauer sichern möchten. Ob das Treffen Bewegung in den festgefahrenen Handelsstreit zwischen den USA und der EU bringen könne, bleibe daher umstritten.

Die Daimler-Aktie werde aktuell bei EUR 48,30 (06.12.2018) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 71,67 (23.01.2018), das Jahrestief bei EUR 48,29 (06.12.2018) gelegen. Bei Bloomberg würden 15 Analysten die Aktie auf "buy", elf auf "hold" und sieben Analysten auf "sell" setzen. Das 12-Monats-Kursziel werde aktuell auf EUR 62,85 gesetzt.

Die BMW-Aktie werde aktuell bei EUR 72,66 (06.12.2018) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 92,13 (22.01.2018), das Jahrestief bei EUR 72,00 (24.10.2018) gelegen. Bei Bloomberg würden elf Analysten die Aktie auf "buy", 21 auf "hold" und drei Analysten auf "sell" setzen. Das 12-Monats-Kursziel werde aktuell auf EUR 86,74 gesetzt.

Die Volkswagen-Vorzugsaktie werde aktuell bei EUR 143,90 (06.12.2018) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 184,18 (22.01.2018), das Jahrestief bei EUR 132,02 (24.10.2018) gelegen. Bei Bloomberg würden 26 Analysten die Aktie auf "buy", drei auf "hold" und drei Analysten auf "sell" setzen. Das 12-Monats-Kursziel werde aktuell auf EUR 203,08 gesetzt.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 9,50% Protect Multi Aktienanleihe auf BMW, Daimler und Volkswagen. Die maximale Rendite betrage 24,08% p.a., der Abstand zur Barriere 13,50%. Der Geldkurs betrage 87,48 EUR, wobei sich der Briefkurs auf 87,98 EUR belaufe. Der Bewertungstag sei am 18.10.2019. (Stand: 07.12.2018, 09:39)

Interessant sei auch die Protect Multi Aktienanleihe auf BMW, Daimler, Volkswagen, die mit einem Kupon in Höhe von 10,00% ausgestattet worden sei. Die maximale Rendite belaufe sich auf 19,12% p.a., der Abstand zur Barriere auf 16,62%. Der Geldkurs liege bei 90,44 EUR, der Briefkurs bei 90,94 EUR. Der Bewertungstag sei der 20.12.2019. (Stand: 07.12.2018, 09:42)

Außerdem könnte die 10,50% Protect Multi Aktienanleihe (ISIN DE000VA89VJ1 / WKN VA89VJ) auf BMW, Daimler, Volkswagen interessant sein. Die maximale Rendite betrage 17,06% p.a. Der Abstand zur Barriere befinde sich bei 19,76%. Der Geldkurs betrage 93,31 EUR, wobei sich der Briefkurs auf 93,81 EUR belaufe. Die Laufzeit ende am 20.12.2019. (Stand: 07.12.2018, 09:52)

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 06.12.2018) (07.12.2018/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
99,70 € 99,49 € 0,21 € +0,21% 26.04./18:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000VA6VJE8 VA6VJE 100,58 € 82,40 €
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