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Irischer Notenbankpräsident Lane soll Nachfolger des EZB-Chefvolkswirts Praet werden


12.02.19 09:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die britische Premierministerin Theresa May wird heute das Unterhaus über ihre Verhandlungsfortschritte mit der EU hinsichtlich des sogenannten Backstop unterrichten, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Da es aber gar keine Fortschritte gebe, werde sie die Abgeordneten wohl nur um weitere zwei Wochen Zeit für Verhandlungen bitten. Ihre Erfolgsaussichten wären aber wohl erneut non-existent. Dies habe gestern auch nochmals EU-Chefunterhändler Barnier betont. Nach Ablauf der zwei Wochen wären Stand heute bis zum Brexit nur noch vier Wochen Zeit.

In den USA hätten sich die Unterhändler von Demokraten und Republikanern gestern überraschend auf die Grundzüge eines Gesetzentwurfes zur langfristigen Finanzierung zahlreicher Bundesbehörden geeinigt. Der Entwurf sehe rund USD 1,4 Mrd. zur Sicherung eines etwa 90 km langen Grenzabschnitts der Grenze zu Mexiko vor. Das sei zwar nur ein Bruchteil der von Präsident Trump geforderten Summe, dieser könnte das entsprechende Gesetz allerdings dennoch unterzeichnen. Offenbar sei er Willens, zur Durchsetzung seiner Mauerbaupläne den nationalen Notstand auszurufen. So lasse zumindest seine Reaktion auf den Gesetzentwurf interpretieren, die Mauer werde so oder so gebaut. Die Gefahr eines erneuten Government Shutdowns ab Ende der Woche sei aber deutlich gesunken.

Im diesjährigen Personalkarussell der EZB sei die erste Entscheidung gefallen. Der irische Notenbankpräsident Philip Lane solle Nachfolger des Ende Mai scheidenden EZB-Chefvolkswirts Peter Praet werden.

Die Niederlande würden heute eine neue Fixzinsanleihe mit 10-jähriger Laufzeit begeben. Das mit einem Kupon von 0,25% ausgestatte Papier solle zwischen EUR 4 Mrd. und 6 Mrd. einbringen. (12.02.2019/alc/a/a)