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Mexiko: Zinssenkungen scheinen keine Option zu sein


11.07.19 13:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der mexikanische Finanzminister Carlos Urzúa ist aufgrund politischer Differenzen mit der restlichen Regierung zurückgetreten, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Er habe sich unzufrieden mit der politisch motivierten Besetzung von Posten in seinem Ministerium gezeigt und angegeben, nicht weiter Entscheidungsprozesse unterstützen zu wollen, die nicht auf Fakten beruhen würden. Da Urzúa in der Vergangenheit als Hüter der Ausgabendisziplin gegolten habe, habe sich der Markt nach dem Rücktritt besorgt gezeigt. Der Mexikanische Peso habe in den letzten zwei Tagen gegenüber dem Euro 1,5 Prozent nachgegeben. Als Nachfolger für das Amt des Finanzministers sei Arturo Herrera berufen worden. Für diesen gelte es, keine Zeit zu verlieren. Die konjunkturelle Lage in Mexiko sei nicht gut und langsam fange auch der Arbeitsmarkt an zu schwächeln.

Zinssenkungen scheinen keine Option zu sein, so die Deutsche Bank AG. Auch wenn die FED die Zinsen senke, habe die mexikanische Notenbank wenig Spielraum, dem Beispiel zu folgen, da dies die Inflationserwartungen erhöhen und die Währung schwächen würde. Die Deutsche Bank geht derzeit von keiner Änderung des Leitzinses bis Ende des Jahres aus. Für den Peso werde aufgrund der politischen Unsicherheit in den kommenden Wochen mit erhöhten Schwankungen und einer Abwertung gerechnet. (11.07.2019/alc/a/a)