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Norwegen: Inflationsrate nährt Konjunktursorgen


12.06.19 12:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Norwegens Wirtschaftswachstum (ohne Ölsektor) konnte im April mit 0,3 Prozent sein Tempo halten, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Bisher zeige sich Norwegen konjunkturell von der global gestiegenen Unsicherheit unbeeindruckt. Jüngste Daten scheinen dies zu bestätigen, so die Deutsche Bank AG. Zwar sei der Konsum im privaten sowie öffentlichen Bereich im April zurückgegangen, allerdings hätten die Investitionen deutlich zulegen können. Gepaart mit Exporten, die schneller angestiegen seien als die Importe, habe dies für einen insgesamt positiven Zuwachs gesorgt - ungeachtet des doch durchwachsenen Bildes. Denn die nun veröffentlichten Inflationszahlen hätten mit 2,5 Prozent im Mai deutlich unter den vom Markt erwarteten 2,9 Prozent gelegen. Auf die Sitzung der Notenbank nächste Woche, bei der die Deutsche Bank AG eine Zinserhöhung von 0,25 Prozent auf dann 1,25 Prozent erwartet, sollte dies allerdings keine Auswirkungen haben. Sollte sich die Inflation allerdings weiter abschwächen, könnte dieser Zinsschritt möglicherweise der letzte im laufenden Zyklus gewesen sein.

Die Norwegische Krone habe auf die überraschend niedrige Inflationszahl mit einem Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Euro reagiert. Allerdings habe sie die Verluste im weiteren Handel wieder aufholen können. (12.06.2019/alc/a/a)