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PCE-Kernrate dürfte FED-Entscheidung legitimieren


21.12.18 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nachdem sich die FED am Mittwoch - auch mit Verweis auf die sich nahe dem Zielniveau befindliche Inflationsrate - zu einer weiteren Anhebung der Federal Funds-Rate durchringen konnte, werden heute die Ergebnisse für die PCE-Deflatoren für den Berichtsmonat November ein wichtiger Gradmesser für diese Entscheidung sein, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Vor allem die PCE-Kernrate, die im Oktober mit 1,8% auf ein Sechsmonatstief gefallen sei und damit Spekulationen über einen nachlassenden Inflationsdruck in den USA ausgelöst habe, dürfte dabei besonders beobachtet werden. Die Analysten würden im November wieder einen leichten Anstieg der Jahresrate auf 1,9% erwarten. Dies würde die FED in ihrer Einschätzung bestärken, dass der unterliegende Inflationsdruck weiterhin um den Zielwert von 2,0% liege und daher weitere geldpolitische Straffungen rechtfertige. Der nicht um Energie bereinigte PCE-Deflator sollte dagegen infolge der niedrigeren Ölpreise in der Jahresrate von 2,0% auf 1,9% sinken.

Die kurzfristige Erholung des US-Dollars im Anschluss an die FOMC-Sitzung sei gestern wieder ins Stocken gekommen. So habe der Euro zum Greenback über die Marke von 1,14 USD anziehen können. Liege die Kernrate morgen unterhalb der Markerwartungen, biete dies der Einheitswährung eine neue Gelegenheit, die Marke von 1,15 USD ins Auge zu fassen. (21.12.2018/alc/a/a)