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Peripherieanleihen: Risikoprämien zu Bundesanleihen seitwärts


07.04.21 12:00
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Bondmärkten war mit Blick auf die Euro-Peripherie die Reaktion auf das Bundesverfassungsgericht verhalten, so die Experten von Union Investment.

Die Renditen in den Südländern hätten im richtungsweisenden Zehnjahresbereich zumeist leicht um fünf bis sechs Basispunkte angezogen. Da auch die zehnjährige Bundrendite in gleichem Maße angestiegen sei, sei die Spreadentwicklung letztlich seitwärtsgerichtet gewesen. Die deutsche Zinskurve habe über alle Laufzeiten um bis zu fünf Basispunkte nach oben tendiert.

Am US-Anleihemarkt habe sich der Zinsanstieg ebenfalls fortgesetzt. In der gesamten Woche habe die Zehnjahresrendite der US-Treasuries über der 1,7-Prozentmarke (zuletzt 1,72 Prozent) gelegen. Auf der US-Zinskurve sei der Renditeanstieg vor allem im Laufzeitbereich von fünf bis zehn Jahren deutlich ausgefallen. Die langen Laufzeiten seien hiervon weniger betroffen gewesen. Die Renditedifferenz zwischen US-Treasuries und Bundesanleihen (Transatlantikspread) habe sich in der Berichtwoche auf ein Jahreshoch bei 204 Basispunkten ausgeweitet. (Ausgabe vom 06.04.2021) (07.04.2021/alc/a/a)