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Schweiz: Franken mit Export und Zentralbank als Leitplanken


11.02.19 12:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Handelsstreit, US-Shutdown und mögliche US-Autozölle: Trotz einer ganzen Reihe von Risiken konnte sich der eigentlich als sicherer Hafen geltende Schweizer Franken im bisherigen Jahresverlauf nicht profilieren, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Dies sei allerdings mit Blick auf die globalen Aktienmärkte, in denen sich das momentan positive Risiko-Sentiment widerspiegele, nicht weiter verwunderlich. Die volkswirtschaftliche Entwicklung habe zuletzt ebenfalls nicht für den Franken gesprochen. Ähnlich wie in der Eurozone habe sich die Konjunktur auch in der Alpenrepublik abgekühlt. Dies dürften auch die heutigen Inflationszahlen zeigen, die im Monatsvergleich rückläufig und im Jahresvergleich mit einem für Januar erwarteten Plus von 0,6 Prozent weiterhin sehr niedrig und damit weit entfernt vom Inflationsziel der Zentralbank von 2 Prozent erwartet würden.

Für den Schweizer Franken spreche zwar der hohe Exportüberschuss der Schweizer Wirtschaft. Dem entgegen stehe allerdings die Schweizerische Nationalbank, die zuletzt doch immer wieder am Devisenmarkt eingegriffen habe, um eine zu starke Aufwertung zu verhindern. Gefangen zwischen diesen Kräften dürfte sich der Wechselkurs zum Euro kurzfristig nicht groß bewegen. Aufgrund der zuletzt niedrigen Schwankungen und der dadurch günstigen Optionspreise könnte eine Absicherung des Wechselkursrisikos aufgrund der anstehenden politischen Risiken allerdings interessant sein. (11.02.2019/alc/a/a)