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Staatsanleihemarkt: Emissionen aus Frankreich und Spanien


16.10.20 09:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Als wäre die Corona-Pandemie noch nicht genug der Herausforderung, muss sich der aktuell stattfindende EU-Ratsgipfel auch mit dem Thema Brexit auseinandersetzen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Auch nach vielen Jahren teils turbulenter Verhandlungen zeichne sich noch immer keine Nachfolgevereinbarung ab. Gestern habe die EU Großbritannien einmal mehr zu Bewegung in seinen Standpunkten gemahnt. Heute solle sich Premierminister Johnson erklären. Es gelte als wenig wahrscheinlich, dass dieser seine Position maßgeblich verändere. Eine umfassende Einigung dürfte bis Jahresende wohl kaum gelingen.

Heute würden interessante Konjunkturdaten für die USA veröffentlicht, welche die Datenlage von hochfrequenten realen Indikatoren für das dritte Quartal komplettieren würden. Sowohl beim Einzelhandelsumsatz als auch bei der Industrieproduktion werde laut Konsensus eine klare Steigerung im Vergleich zum Vormonat erwartet. Auf Basis der Entwicklung der COVID-19-Fallzahlen und der Ergebnisse bei Stimmungsumfragen sehen würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG vor allem im verarbeitenden Gewerbe Potenzial für eine fortgesetzte Erholung sehen. Im Einzelhandel würden sie dagegen ein weiteres starkes Umsatzplus als schwieriger erachten.

Laut Rating-Kalender habe heute Moody‘s die Gelegenheit eine neue Einschätzung für Großbritannien (Aa2(n)) zu veröffentlichen.

Am Staatsanleihemarkt habe gestern Frankreich Fixzinsanleihen mit Laufzeit 5/2025, 2/2026 und 10/2027 sowie inflationsindexierte Bonds mit Fälligkeit 7/2030 und 3/2036 zu einem Gesamtvolumen von EUR 8 Mrd. emittiert. Spanien habe EUR 2,33 Mrd. per Anleihe mit Laufzeit 1/2026 begeben. (16.10.2020/alc/a/a)