Erweiterte Funktionen

USA: Gespanntes Warten auf die morgigen Reden Powells und Bidens


13.01.21 12:13
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Wie gestern schon berichtet, fokussieren sich auch die Währungshändler aktuell primär auf die Entwicklung der langlaufenden US-Renditen, so die Analysten von Postbank Research.

Obgleich diese gestern zunächst erneut auf neue zyklische Hochs gestiegen seien, habe sich der Euro konsolidieren können. Zum einen seien auch in der Eurozone die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen gestiegen, weshalb die Schere der Renditedifferenz zwischen diesen und ihren US-Pendants nicht weiter aufgegangen sei. Zum anderen habe der US-Dollar besonders gegen Rohstoffwährungen verloren, welche die Verluste der vergangenen zwei Tage hätten wettmachen können. Insbesondere die neuen Elf-Monats-Hochs der Ölpreise seien hierfür verantwortlich gewesen. Auch gegenüber dem Pfund Sterling habe der US-Dollar relativ deutlich nachgegeben, was im Endeffekt dazu beigetragen habe, dass der Euro Erholungstendenzen gezeigt habe.

Der Datenkalender in den USA sei in dieser Woche recht dürftig gefüllt. Gestern hätten die Daten zum NFIB Optimismus mittelständischer Unternehmen im Dezember enttäuscht, indem sie von 101,4 im Vormonat auf 95,9 gefallen seien. Mit Spannung würden im Wochenverlauf hingegen Äußerungen verschiedener Mitglieder des Offenmarktausschusses der FED erwartet. Analysten würden diese auf Hinweise darauf, ob die FED über ein Auslaufen der Anleihekäufe bereits Ende dieses Jahres nachdenke, abklopfen. Zudem plane der designierte US-Präsident Biden, sein Regierungsprogramm voraussichtlich am Donnerstag näher zu erläutern. Möglicherweise würden die Währungshändler nun diese Reden erst einmal abwarten, bevor sie sich neu positionieren würden. (13.01.2021/alc/a/a)