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USA nach Halbzeitwahlen: Die FED ist nun der große Joker


07.11.18 10:30
Investec Asset Management

London (www.anleihencheck.de) - Die US-Halbzeitwahlen sind deshalb wichtig, weil, wie man sieht, die regierende Partei die Kontrolle über das Repräsentantenhaus verliert und es dann für den Präsidenten schwieriger wird, seine legislative Agenda voranzutreiben, so John Stopford, Head of Multi-Asset Income bei Investec Asset Management.

Die Republikaner müssten sich nun, statt weiter Steuern zu senken, andere Dinge einfallen lassen. Das könnte große Auswirkungen haben, sowohl auf die US-Wirtschaft als auch auf die Finanzmärkte.

Das Land erscheine gespaltener und wütender als je zuvor. Die Wahlen könnten als ein binäres Ereignis gesehen werden. In der Vergangenheit sei die Post-Midterms-Zeit für Aktien sogar recht gut gewesen. Die FED sei hier diesmal der große Joker. Leider habe die Straffung der Geldpolitik in den USA bisher vor allem andere Märkte wie Südafrika, wie die Türkei, wie Argentinien und so weiter getroffen. Sie habe den Aktienmarkt nicht wirklich so stark beeinflusst und auch die USA nicht. Es gebe also nichts, was die FED davon abhalten könnte, ihre Straffung fortzusetzen, zumal Dinge wie Arbeitsmarktdaten ziemlich stark seien. Wir hätten jetzt ein Lohnwachstum von über 3 Prozent. Wir hätten eine Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent. Wir hätten eine starke Beschäftigungsstatistik. Warum sollte also die FED, abgesehen davon, dass sie von Donald Trump bisweilen attackiert werde, aufhören, die Zinsen anzuheben? (07.11.2018/alc/a/a)