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USA: Wohnungsbau und Industriestimmung im Blick


16.05.19 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die geopolitische Verunsicherung bleibt hoch und zu allem Überfluss wird der starke Mann Italiens nicht müde, gegen die Defizitregeln im Euroraum Stimmung zu machen, so die Analysten der Helaba.

Innenminister Salvini sorge sich eigenem Bekunden nach nicht über die aktuelle Spreadausweitung. Ob das bei anhaltendem Verkaufsdruck auf BTPs so bleibe, sei mal dahin gestellt.

Das datenseitige Interesse richte sich zunächst auf den zweiten Stimmungstest im Verarbeitenden Gewerbe der USA. Der Philadelphia-FED-Index liefere zusammen mit dem gestern veröffentlichten Empire-State-Index Hinweise auf den nationalen Einkaufsmanagerindex (ISM). Während der Empire-State-Index gestern deutlich positiv überrascht habe, werde beim Philly-FED-Index ein lediglich gut behauptetes Niveau erwartet. Beide Indices lägen damit aber klar im Expansionsbereich, sodass die konjunkturellen Zweifel gedämpft werden sollten.

Darüber hinaus stünden mit den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe Signale zur Arbeitsmarktlage im Kalender. Gegenüber dem jüngsten Tief habe sich das Niveau zwar erhöht, sei mit rund 220 Tsd. im historischen Vergleich aber als gering zu bezeichnen und weise per saldo auf die robuste Arbeitsmarktverfassung hin. Von Bedeutung dürften nach Erachten der Analysten die Baubeginne und -genehmigungen sein.

Die Baubeginne würden zu Beginn des zweiten Quartals nach zwei schwächeren Monaten wieder im Plus erwartet. Ob dies am Ende allerdings dazu führe, dass der Sektor einen nennenswerten Wachstumsbeitrag liefere, bleibe abzuwarten. Auch zum Start des ersten Quartals habe es einen kräftigen Anstieg der Aktivitäten gegeben, schließlich sei aber ein kleiner negativer BIP-Beitrag erbracht worden. Die Perspektive für den Wohnungsbau habe sich derweil aufgehellt. So habe der NAHB-Index seit seinem Tief im Dezember bei 56 Punkten wieder zulegen können. (16.05.2019/alc/a/a)