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US-Notenbank FED deutet Kurswechsel an


24.09.21 08:45
Vontobel Asset Management

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach gegenwärtiger Lage dürfte die US-Notenbank FED den Beginn des "Tapering" im November ankündigen, so die Experten von Vontobel Asset Management.

Bezüglich der ersten Zinserhöhung im kommenden Jahr sei der Offenmarktausschuss (FOMC) allerdings geteilter Meinung, während der Median im Jahr 2022 den Beginn der Zinserhöhung anzeige.

Der Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank FED habe auf seiner September-Sitzung bestätigt, dass die Zentralbank für das vierte Quartal einen Tapering-Beschluss ins Auge fasse, wahrscheinlich bereits auf der nächsten Sitzung am 3. November. Bedingung hierfür sei eine entsprechende Entwicklung der Beschäftigungsdaten (die Arbeitslosenzahlen für September würden am 8. Oktober veröffentlicht).

Die Experten von Vontobel Asset Management würden erwarten, dass das Auslaufen der US-Arbeitslosenunterstützung, sinkende Infektionszahlen und die Wiedereröffnung der Schulen eine Steigerung der Beschäftigung im September und damit einen positiven Arbeitsmarktbericht begünstigen würden. Jerome Powell habe angedeutet, dass eine Drosselung der Anleihenkäufe um 15 bis 20 Mrd. US-Dollar monatlich bis Mitte nächsten Jahres erwogen werde.

In Sachen Zinserhöhung deute der Median des Dot-Plots nun auf eine erste Zinserhöhung 2022 hin, wobei der Ausschuss in der Frage, ob die Anhebung bereits nächstes Jahr erfolgen solle, zu gleichen Teilen uneins sei. Die Experten von Vontobel Asset Management würden bei ihrer Einschätzung bleiben, dass die erste Anhebung 2023 erfolgen werde, was jedoch von der Inflationsentwicklung abhänge.

Die Wirtschaftsprognosen für Inflation und Arbeitslosigkeit seien nach oben und für das Wachstum im Jahr 2021 nach unten korrigiert worden. Dies entspreche dem Konsens und den Erwartungen der Experten von Vontobel Asset Management. (Ausgabe vom 23.09.2021) (24.09.2021/alc/a/a)