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US-Treasuries fallende Renditen erwartet


26.10.11 10:35
HSH Nordbank AG

Hamburg (anleihencheck.de) - In den USA sind gestern die Renditen deutlich gefallen, nachdem sich die Aussichten auf einen erfolgreichen EU-Gipfel deutlich eingetrübt haben und das Konsumentenvertrauen statt zu steigen deutlich gesunken ist, so die Analysten der HSH Nordbank AG.

Damit würden die Hoffnungen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft sinken. Schuld an der trüben Konsumentenstimmung sei weiterhin die problematische Beschäftigungslage sowie die immer noch fallenden Häuserpreise - gestern sei letzteres durch den Case/Shiller-Index unterstrichen worden. Die US-Notenbank werde dieser Entwicklung nicht tatenlos zuschauen, auch wenn sie faktisch keine Mittel mehr in der Hand habe, um die Wirtschaft nachhaltig zu stützen. Die Erwartungen der Märkte an die FED, etwas zu tun, würden um so stärker steigen, je schlechter die Konjunkturdaten ausfallen würden.

Allerdings hätten die Analysten den Eindruck, dass die Marktteilnehmer eine verzerrte Wahrnehmung hätten. So gerate rasch in Vergessenheit, dass die ISM-Indices noch im Plus seien und am Arbeitsmarkt in den letzten Monaten signifikante (wenn auch nicht ausreichend hohe) Beschäftigungszuwächse hätten verzeichnet werden können. Und so könnte es auch heute aussehen: Sollten die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter freundlich ausfallen, werde dies nur kurzzeitig einen positiven Effekt haben. Bei einem Rückgang dürfte dagegen gleich wieder das Rezessionsgespenst in Erscheinung treten.

Vor diesem Hintergrund und aufgrund des von den Analysten erwarteten enttäuschenden Verlaufs des EU-Gipfels sollten die Renditen der T-Notes heute fallen. (26.10.2011/alc/a/a)