Ukraine: Währungshüter dürften den Leitzins bei 18 Prozent belassen


14.03.19 13:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der Ukraine finden am 31. März Präsidentschaftswahlen statt, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Erhalte keiner der Kandidaten einen Stimmenanteil von mindestens 50 Prozent, komme es am 21. April zur Stichwahl zwischen den zwei stärksten Kandidaten. Das Rennen sei weiterhin offen, die Umfragen führe derzeit der Komiker Wolodymyr Selenskyj an. Auf Platz zwei und drei würden die ehemalige Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko und Amtsinhaber Petro Poroschenko folgen. Gemein hätten alle drei Kandidaten, dass sie sich pro-europäisch geben und für eine Westbindung der Ukraine aussprechen würden.

Eine der Hauptaufgaben des/der neuen Präsidenten/-in werde die Stabilisierung der ukrainischen Wirtschaft sein. Zuletzt habe es hier positive Nachrichten gegeben. Laut vorläufigen Daten sei das Bruttoinlandsprodukt im letzten Quartal um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen, erwartet worden seien lediglich 3,1 Prozent. Seit Jahresbeginn liege die ukrainische Hrywnja gegenüber dem Euro fünf Prozent im Plus. Im Vorfeld der Wahlen werde mit Währungsschwankungen gerechnet. Die Notenbank sei sich dieser Gefahr bewusst. Trotz einer Inflation, die im Februar zum dritten Mal in Folge gesunken sei, würden die Währungshüter den Leitzins bei der heutigen Sitzung voraussichtlich bei 18 Prozent belassen. (14.03.2019/alc/a/a)