Hylea Group mit deutlichem Verlust in 2020 - Einigung mit Gläubigern über Anleiherestrukturierung dringend notwendig


20.08.21 12:12
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Hohe Verluste - die Hylea Group S.A. muss nach vorläufigen Zahlen für das Jahr 2020 im Konzern sowohl einen deutlichen Umsatz- als auch Ergebnisrückgang hinnehmen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Auch aktuell sei die Liquiditätssituation beim Paranussproduzenten weiterhin angespannt, sodass Hylea eine zeitnahe Einigung mit den Gläubigern erzielen müsse. Für das Geschäftsjahr 2020 rechne das Unternehmen mit einem Konzernumsatz von 10,5 bis 12,0 Mio. Euro, nach 20,7 Mio. Euro im Vorjahr. Beim EBT werde die Hylea Group nach derzeitigem Stand für 2020 voraussichtlich einen Fehlbetrag von 7,0 bis 8,0 Mio. Euro ausweisen, nach einem Fehlbetrag von 2,2 Mio. Euro im Jahr 2019.

Die rückläufige Geschäftsentwicklung sei laut Hylea maßgeblich durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen im weltweiten Handel sowie durch Probleme bei der Lieferlogistik innerhalb Boliviens verursacht worden. Die Hylea Group verzeichne so neben den logistischen Einschränkungen von Lieferketten-Engpässen auch einen Rückgang der Exportmengen.

"Liquiditätssituation weiterhin sehr angespannt"

Auch aktuell sei die Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe "unverändert sehr angespannt", melde Hylea in einer Adhoc-Mitteilung. Die Hylea Group sei am 1. Juni 2021 nicht in der Lage gewesen, die fällig gewordenen Zinsen für ihre 7,25%-Anleihe zu zahlen. Die Unternehmensanleihe 2017/22 des Paranussproduzenten habe ein ausstehendes Volumen von rd. 30 Mio. Euro und notiere derzeit lediglich bei rd. 15% (Stand: 19.08.2021). Für den Fortbestand des Unternehmens müsse daher dringend eine Einigung mit den Anleihegläubigern der Unternehmensanleihe über die Restrukturierung der Anleihe erzielt werden.

Hylea möchte die Anleihe von 2022 bis ins Jahr 2029 verlängern und zugleich den Zinssatz von 7,25% auf 4,25% p. a. reduzieren lassen, um wieder finanziellen Spielraum für die weitere Geschäftsentwicklung zu bekommen. Bei einer ersten Gläubigerversammlung habe das nötige Quorum in Höhe von 50% dafür aber noch nicht erreicht werden können. Eine zweite Gläubigerversammlung müsse daher zeitnah erfolgen, sei bislang aber noch nicht terminiert worden.

Neben der Anleihe-Restrukturierung benötige Hylea nach eigenen Angaben zusätzlich weitere Finanzmittel zur Sicherung des Working Capitals. Gespräche zu diesem Zweck würden nach Angaben des Unternehmens derzeit geführt.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 19.08.2021) (20.08.2021/alc/n/a)





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