Erweiterte Funktionen

Konjunktur bremst Bundesanleihen


12.02.19 11:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die globale Konjunktur kühlt sich weiter ab, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Die sinkende globale Wachstumsdynamik sei gestern durch unerwartet schwache Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt aus Großbritannien erneut bestätigt worden. Das habe zunehmend Auswirkungen auf die Zentralbanken. Für die USA rechnet die Deutsche Bank für 2019 bereits mit einem Zinsschritt weniger als noch zu Beginn des Jahres, in Australien und Neuseeland wird 2019 inzwischen keiner mehr erwartet. Auch bei der EZB würden sich die Prognosen eintrüben. Statt wie bisher im März 2020 sei nun mit einer ersten Anhebung des Einlagezinssatzes nicht vor Dezember 2020 zu rechnen. Die Stimmungsindikatoren für den Euroraum hätten sich bereits deutlich verschlechtert und die vorausschauenden Komponenten würden darauf hindeuten, dass die Talsohle noch nicht erreicht sei. Zudem laste die Konjunktur auf der Inflation, die sich in den letzten Monaten deutlich moderater entwickelt habe als bisher prognostiziert.

Das alles wirke sich auch auf Bundesanleihen aus. Bis Ende 2019 dürfte die laufende Verzinsung zwar steigen, viel mehr als 0,4 Prozent bei 10-jährigen Anleihen seien allerdings nicht zu erwarten. Die 10-jährigen Swapsätze in Europa dürften sich bis Jahresende ebenfalls erholen und dann bei 0,9 Prozent liegen. (12.02.2019/alc/a/a)