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Russischer Anleihenmarkt: Zinssenkungen sollten ausländische Investoren binden, konstruktive OFZ-Sicht


03.06.20 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Seit Mitte März begannen sich die RUB (Russischer Rubel)-Märkte aufgrund der sich intensivierenden Zinssenkungswetten zu erholen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die Ankündigung der CBR, bis Ende Mai ein 1-J-REPO zu lancieren, sei ebenfalls hilfreich gewesen (gleichzeitig habe man neue KOBR-Platzierungen annulliert). Banken mit einem Liquiditätsüberschuss und die in KOBRs investiert hätten, würden entweder in CBR-Einlagen oder OFZs investieren müssen. Die jüngsten Rekordauktionen würden die Erwartungen der Analysten an eine anhaltende Unterstützung des OFZ-Marktes unterstreichen, die auch durch die Rückkehr von Gebietsfremden (NR) unterstützt werde.

Nachdem der NR-Anteil am gesamten OFZ-Volumen von einem Höchststand von etwa 35% Ende Februar bis Ende März auf etwa 32% (etwa 32 Mrd. EUR) zurückgegangen sei, sei es im April zu NR-Zuflüssen von rund RUB 60 Mrd. gekommen. Die OFZ hätten erneut auch von NR-Investoren profitiert, die selektiv nach EM-Investitionen höherer Qualität gesucht hätten (RU habe eine der solidesten Haushaltsbilanzen in den EMs). Weitere kleinere Zinssenkungen sollten über die starke Juni-Senkung hinaus NR-Investoren binden. Insbesondere auf einen längerfristigen Zeithorizont bleiben wir positiv auf RUB-Staatsanleihen, da die Wechselkursrisiken dann ausgewogener erscheinen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI). (Ausgabe vom 02.06.2020) (03.06.2020/alc/a/a)