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Abschiedsgrüße der Zentralbanken


20.12.21 15:42
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der vergangenen Woche haben alle wichtigen Notenbanken ihre letzten geld-politischen Sitzungen für dieses Jahr abgehalten, so die Analysten der DekaBank.

Ihren Abschiedsgrüßen sei nach vielen Jahren der ultra-expansiven Geldpolitik ein Strategiewechsel zu entnehmen. Angeführt werde diese Kehrtwende von den Notenbanken der USA und des Vereinigten Königreichs, ergänzt um die Schweizer, Skandinavier und nun auch die Europäische Zentralbank (EZB). Sie alle hätten ihren Abschied vom bisherigen Kurs klar formuliert. Die Bandbreite der Abschiedsgrüße sei freilich erheblich: Während die Bank of England sogar eine erste Zinserhöhung vorgenommen habe, habe die EZB immerhin ihre Absicht bekräftigt, das Pandemie-bedingte Anleihekaufprogramm im kommenden März zu beenden. Die Notenbanken würden ihren Expansionsgrad allgemein zurückführen, das sei nun glasklar. Die Grüße seien indes sowohl an den Zins- als auch an den Aktienmärkten recht verhalten aufgenommen worden. Sie würden erst einmal verarbeitet werden wollen.

Die Finanzmärkte würden in dieser Woche sicherlich noch die neuen Perspektiven der Notenbanken nachhallen lassen. Mit Blick auf das anstehende Weihnachtsfest stünden aus konjunktureller Sicht die Konsumenten im Fokus. So erhalte man am Dienstag mit dem GfK-Konsumklima für Deutschland und am Mittwoch mit dem Verbrauchervertrauen für die USA Einblicke in das Befinden der privaten Haushalte im Dezember. Es sei davon auszugehen, dass sich sowohl hierzulande als auch jenseits des Atlantiks die Stimmung eingetrübt habe. Die Corona-Beschränkungen und die kaufkraftzehrenden Preissteigerungen dürften die Konsumlaune gedämpft haben. (20.12.2021/alc/a/a)