Im Bann der Inflation


17.01.22 13:30
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Aktienkurse halten sich wacker, so die Analysten der DekaBank.

In der vergangenen Handelswoche seien die großen Indices in Europa und in den USA zwar seitwärts gegangen, dies aber auf hohem Niveau. Im vergangenen Jahr seien die Kurse kräftig angestiegen. Aber es rumore im Maschinenraum der Finanzmärkte. Dabei gehe es vor allem um die Leitzinsen. Ein Teil der guten Entwicklung an den Aktienmärkten in den letzten Jahren sei auf die niedrigen Zinsen zurückzuführen. Denn sie würden nicht nur die Kapitalkosten für die Unternehmen verringern. Vielmehr hätten die niedrigen Zinsen auf dem Sparbuch und bei Bundesanleihen auch viele Marktteilnehmer in Anlagen mit besseren Renditeaussichten ausweichen lassen. Diese besseren Aussichten würden etwa deutsche Aktien allein schon mit der Dividende erfüllen. Beim DAX betrage derzeit die Dividendenrendite knapp 3%. Kurssteigerungen seien da eher ein zusätzlicher Bonus.

Ob die Zinsen auch weiterhin so niedrig bleiben könnten, werde von immer mehr Akteuren angezweifelt. Treiber für das Zinsniveau seien die Notenbanken, selbst wenn sie nicht allmächtig seien und nicht jeden beliebigen Zinssatz wählen könnten. Notenbanken würden danach beurteilt, ob sie ihren Auftrag erfüllen würden, den Geldwert stabil zu halten. Zurzeit sei dies nicht der Fall, wie die jüngst veröffentlichten US-Inflationsdaten von 7% eindrücklich zeigen würden. Allgemein werde die Bereitschaft der Notenbanken, etwas gegen zu hohe Inflation zu tun, an ihren Leitzinsen abgelesen. Zu starke Inflation verlange nach höheren Zinsen. Angeführt von der US-Notenbank würden die Leitzinsen in Europa in diesem und wahrscheinlich auch im kommenden Jahr steigen. Wieviel, das hänge von der Beruhigung bei der Inflation ab. An den Aktienmärkten werde daher die Inflationsrate zum wichtigsten Wirtschaftsindikator in diesem Jahr. (Märkte im Fokus vom 17.01.2022) (17.01.2022/alc/a/a)




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