Bundesanleihen: Finger verbrannt


23.06.22 10:30
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Der sogenannte sichere Hafen der Bundesanleihen hat in diesem Jahr bislang vor allem Verluste beschert, die bei den zehnjährigen Bunds mit 15% seit Jahresbeginn die mit Abstand höchsten der letzten 30 Jahre darstellen, gemessen an den Bund-Futures (ISIN: DE0009652644, WKN: 965264), so die Experten der Hamburg Commercial Bank im aktuellen "Wochenbarometer".

Die Zinswende und die hohe Inflation hätten die Anleger dazu veranlasst, im großen Stil Bunds neu zu bepreisen, zumal die Europäische Zentralbank angekündigt habe, die Bondmärkte ab dem 1. Juli nur noch in einem eingeschränkten Ausmaß zu stützen. Netto werde man ab diesem Datum keine weiteren Anleihen mehr auf die Bilanz nehmen. Und in Bezug auf die deutschen Staatsanleihen möglicherweise auch brutto kaum noch. Denn die Spreadausweitung bei südeuropäischen Anleihen könnte die EZB veranlassen, mit dem freiwerdenden Geld aus fällig werdenden Bunds zum Beispiel italienische BTP zu erwerben. (23.06.2022/alc/a/a)




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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009652644 965264 177,61 140,80