Inflation bleibt trotz Abschwächungsanzeichen über den Sommer erst einmal sehr hoch


01.07.22 09:30
Merck Finck

München (www.anleihencheck.de) - Die Inflationszahlen bereiten nicht nur Bürgern und Unternehmen, sondern auch Börsianern zunehmend Sorgen. "Die Inflation bleibt über den Sommer erst einmal sehr hoch", so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck a Quintet Private Bank.

Er sehe allerdings abseits kaum zu prognostizierender Entwicklungen wie dem weiteren Corona- und Kriegsverlauf Anzeichen dafür, dass es ab Herbst zu einer Entspannung komme: "Die nachlassende Konjunktur und damit rückläufige Nachfrage setzt bereits zahlreiche Rohstoffpreise außerhalb des Energiebereichs unter Druck, und zumindest beim Öl dürften auch Basiseffekte dessen Inflationsbeitrag bis Jahresende und vor allem ab 2023 spürbar senken."

Gerade in den USA rechne Greil damit, dass die FED im Herbst etwas den Fuß von ihrem Zinsanhebungspedal nehme: "Die FED will eine Rezession wenn möglich verhindern - mit Entspannungsanzeichen an der Inflationsfront sollte sie im späteren Jahresverlauf einen etwas gemäßigteren Kurs durchblicken lassen. Das könnte dann eine Erholung der Aktienmärkte einläuten."

Kommende Woche stünden in Deutschland am Montag die Handelsbilanz für Mai, am Dienstag wie auch andernorts die finalen Einkaufsmanagerindices für Juni, am Mittwoch Auftragseingänge wiederum für Mai sowie tags darauf noch die Industrieproduktion für den selben Monat auf der deutschen Agenda. Für den Euroraum insgesamt würden insbesondere am Montag die Produzentenpreise und am Mittwoch die Einzelhandelsumsätze im Mai publiziert.

In den USA kämen am Dienstag die Mai-Auftragseingänge und am Mittwoch der "ISM"-Einkaufsmanagerbericht für den wichtigen Dienstleistungssektor sowie abends das Protokoll zur jüngsten FED-Sitzung. Das eigentliche Highlight der US-Agenda sei aber der Arbeitsmarktbericht für Juni am Freitag. Und in China würden am Dienstag noch ein wichtiger Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex sowie am Samstag (morgen in einer Woche) Inflations- und Fabrikpreisdaten für den Juni veröffentlicht. (01.07.2022/alc/a/a)






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