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Rentenmarkt: Wichtige Wirtschaftsdaten und die EZB stehen im Fokus


26.10.21 09:45
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Ein wesentliches Highlight dieser Woche liegt inzwischen bereits in der Vergangenheit: Die Angaben zum deutschen ifo-Geschäftsklima am heutigen Vormittag lieferten mehr oder weniger die vom Rentenmarkt erwarteten Nachrichten, so die Analysten der Nord LB.

Die Erwartungskomponente sei im Berichtmonat Oktober auf 95,4 Punkte gefallen. Der ifo-Geschäftsklimaindex notiere nun in der Summe bei 97,7 Zählern. Diese Bewegungen hätten die Umfragen von Sentix und ZEW allerdings bereits grundsätzlich angedeutet, die ifo-Lagebeurteilung mag sogar leicht positiv überrascht hätten. Das zweite - noch bevorstehende - Highlight dieser Woche sei dann die EZB-Sitzung am Donnerstag. Der Fokus werde auf dem Statement und auf der Pressekonferenz mit Christine Lagarde liegen.

Weitere wichtige Ereignisse sollten schließlich noch die Veröffentlichungen von BIP-Zahlen für das 3. Quartal in einigen ökonomisch bedeutenden Ländern sein. So sei am Donnerstag für die USA mit einem moderateren Wachstum als noch in den ersten beiden Quartalen des Jahres zu rechnen. Hierbei werde es ganz besonders auf den privaten Konsums und die Vorräte ankommen, welche momentan wegen der zuletzt zu beobachtenden hohen Schwankungen besonders schwer zu prognostizieren seien. Es würden am Freitag die BIP-Zahlen für Deutschland und Euroland folgen. Weiterhin dürften die Märkte auf die neuen Inflationsdaten aus Deutschland und Euroland achten. Preiszahlen seien derzeit zweifellos von besonderer Bedeutung für den globalen Rentenmarkt. Die Anleger würden in der Tat mit einer gewissen Nervosität auf die in der jüngeren Vergangenheit gemeldeten Inflationsdaten aus vielen Währungsräumen blicken. Am Donnerstag werde zudem die Bank of Japan ihre Zinsentscheidungen bekannt geben.

In der Summe könne die Vielzahl an Veröffentlichungen die Rentenmärkte wohl schon in Bewegung bringen. Die Rendite von deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren sei seit September im Prinzip kontinuierlich gestiegen und notiere inzwischen bereits im Bereich von -0,10%. Diese Bewegung sei natürlich auch eine Konsequenz der zuletzt gemeldeten Wirtschaftsdaten aus vielen Ländern. Insbesondere in der zweiten Wochenhälfte können sich nun sogar einige Ereignisse beiderseits des Atlantiks in ihren Auswirkungen auf die Finanzmärkte verstärken oder neutralisieren, so die Analysten der Nord LB. (Ausgabe vom 25.10.2021) (26.10.2021/alc/a/a)