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Schwellenländeranleihen erhalten teilweise Rückenwind durch Rohstoffrally


13.03.18 12:00
VanEck

Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Fran Rodilosso, CFA, Head of Fixed Income ETF Portfolio Management bei VanEck, kommentiert die Auswirkungen der Erholung an den Rohstoffmärkten auf in Lokalwährungen begebene Schwellenländeranleihen.

Viele Anleger würden sich derzeit fragen, ob sie mit einem Engagement in Schwellenmärkte von der Erholung an den Rohstoffmärkten profitieren könnten. Denn gemeinhin würden den Rohstoffpreisen und den Renditen für Schwellenländeranleihen, die in Lokalwährungen begeben würden, eine hohe Korrelation nachgewiesen. Da sich die Rohstoffpreise seit Anfang 2016 in einer stetigen Aufwärtsentwicklung befänden und seitdem etwa 40 Prozent im Plus lägen, biete sich eine historische Analyse an.

Ziehe man als Vergleichsgröße den Ölpreis heran, ergebe sich beispielsweise für die im J.P. Morgan GBI-EM Global Core Index vertretenen Schwellenländerwährungen kein einheitliches Bild. Bei Währungen von Ölexporteuren wie Russland und Kolumbien sei in den vergangenen fünf Jahren eine hohe Korrelation mit dem Ölpreis zu beobachten gewesen. Der Korrelationskoeffizient habe hier jeweils über 0,6 gelegen. Die übrigen 16 im Index vertretenen Währungen würden für denselben Zeitraum eine schwächere Korrelation aufweisen. Angesichts der Tatsache, dass Erdöl-Nettoimporteure aktuell mehr als die Hälfte des Indexvolumens ausmachen würden, dürfte diese Tatsache aber kaum überraschen.

Ein moderater Korrelationskoeffizient von 0,3 zwischen der Gesamt-Indexperformance und dem Ölpreis spiegele wider, wie heterogen die einzelnen Volkswirtschaften innerhalb des J.P. Morgan GBI-EM Global Core Index seien. Trotz der seit 2016 steigenden Rohstoffpreise seien für die Renditen von in Lokalwährungen begebenen Schwellenländeranleihen in den vergangenen fünf Jahren eher die lokale Zinsentwicklung als Währungsaufwertungen ausschlaggebend gewesen.

Auch wenn die Korrelation zwischen der Rendite von Lokalwährungsanleihen und den Rohstoffpreisen je nach Volkswirtschaft unterschiedlich stark ausgeprägt sei: Der insgesamt moderate Korrelationskoeffizient zwischen dem J.P. Morgan GBI-EM Global Core Index und dem Ölpreis spreche dafür, dass eine anhaltende Rohstoffrally in Lokalwährung begebenen Schwellenländeranleihen Auftrieb verleihen könnte. (13.03.2018/alc/a/a)