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Solange die Musik der Zentralbanken spielt


24.07.20 12:00
Lyxor Asset Management

Paris (www.anleihencheck.de) - Es gibt derzeit wenig Raum für Enttäuschungen - zu dieser Einschätzung kommen die Experten des Cross Asset Researchs von Lyxor Asset Management in ihrem Investmentausblick für das dritte Quartal 2020.

Zwar sei die Entwicklung der Corona-Pandemie in den USA und in Südamerika immer noch besorgniserregend - im Vergleich zu Europa und Asien, wo die Eindämmung des Virus bereits weiter fortgeschritten sei. Weltweit komme es aber zu Lockerungen der Lock-Downs und einer Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten. Für Enttäuschungen sähen die Experten des Lyxor Cross Asset Research auch aus den folgenden Gründen derzeit keinen Anlass: Mittlerweile sei eine vollständige Erholung der Weltwirtschaft für 2021 eingepreist - gleichzeitig sorgten die stimulierenden Impulse für steigende Asset-Bewertungen. Die politische Unterstützung in bisher nicht gekanntem Ausmaß absorbiere einen großen Teil des Schocks und flute die Märkte mit Liquidität. Diese wirke wie ein Sicherheitsnetz für Asset-Preise.

"Relativ gesehen, gibt es unserer Sicht mehr Chancen", so die Experten des Lyxor Cross Asset Researchs. Da es unterschiedliche Reaktionen auf die Pandemie und auch divergierende monetäre und fiskalische Stimuli gebe, würden die Experten allerdings davon ausgehen, dass es im dritten Quartal 2020 unterschiedliche Entwicklungen in den Volkswirtschaften und Märkten geben werde. Darüber hinaus würden nach dem Höhepunkt der Pandemie mit zunehmenden Handelsspannungen, den Wahlen in den USA und dem Brexit wieder andere Risiken auftauchen, die eine taktische und pragmatische Positionierung erfordern würden.

Im Hinblick auf die Aktien von Industrieländern seien die Experten des Lyxor Cross Asset Researchs neutral eingestellt. Aus taktischer Sicht würden sie derzeit Aktien aus der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion bevorzugen, die vom Wertpapierkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) und von den positiven Optionen des vorgeschlagenen Wiederaufbaufonds gestützt würden. US-Aktien würden durch die die bedingungslose Unterstützung der FED getrieben. Angesichts der US-Wahlen und der mit der Virusverbreitung verbundenen Risiken seien die Bewertungen allerdings relativ hoch. (24.07.2020/alc/a/a)