ANLEIHEN-Woche KW2 - 2022: reconcept, SUNfarming, Dt. Lichtmiete, PNE, Greencells, Nordex, VERIANOS, FCR Immobilien


17.01.22 12:30
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Zu Beginn des neuen Jahres bestimmen Unternehmen aus dem Erneuerbaren Energien-Sektor die Schlagzeilen am KMU-Anleihemarkt, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

So habe am 10. Januar die offizielle Zeichnungsphase für den neuen Green Bond II (ISIN DE000A3E5WT0 / WKN A3E5WT) der reconcept GmbH begonnen. Die sechsjährige Anleihe 2022/28 habe ein Gesamtvolumen von bis zu 15 Mio. Euro und werde jährlich mit 6,25% p.a. Ein Volumen von 10,7 Mio. Euro habe bereits im Vorfeld der Zeichnungsphase von der Emittentin platziert werden können.

"Der Kapitalmarktzugang über die Deutsche Börse ist für uns von großer Bedeutung. Damit haben wir bereits beim Green Bond I gute Erfahrungen gemacht. Interessierte Anleger sollen auch auf diesem Wege erneut die Gelegenheit erhalten, an unserer Performance zu partizipieren. Dass wir bereits 10,7 Mio. Euro platzieren konnten, spricht für die Attraktivität unseres Konzepts und die positiven Aussichten", erkläre der geschäftsführende Gesellschafter, Karsten Reetz, im Interview mit dem Anleihen Finder in der letzten Woche.

Eine weitere "grüne" Anleihe-Emission habe das Solarunternehmen SUNfarming GmbH in der letzten Woche beschlossen. Die neue fünfjährigen Anleihe 2022/27 (ISIN DE000A3MQM78 / WKN A3MQM7) solle ein Volumen von bis zu 15 Mio. Euro aufweisen und jährlich mit 5,00% verzinst werden. Die Anleihe könne bereits jetzt über die Plattform "Umweltfinanz" bezogen werden, ab dem 21. Februar folge zudem die öffentliche Zeichnungsphase über die Börse. Voraussichtlich am 14. März 2022 solle die zweite SUNfarming-Anleihe in den Börsenhandel einbezogen werden.

Die PNE AG habe unlängst zwei weitere Windparks für ihren Eigenbetrieb mit einer Nennleistung von zusammen rund 35,1 MW in Betrieb genommen. Damit wachse der Eigenbetrieb von PNE-Windparks auf eine Nennleistung von rund 233 MW an.

Das Solarunternehmen Greencells GmbH schreite indes mit den Plänen für seine Europa-Expansion weiter voran, so solle ein Entwicklungsportfolio in Griechenland im ersten Halbjahr 2022 auf insgesamt rund 600 MWp erweitert werden. Das Gesamtportfolio, das aus drei einzelnen Projektclustern bestehe, werde ein 250-MWp-Hybridprojekt beinhalten, dass ein Solarkraftwerk mit einem Speichersystem kombiniere. Dieses Hybridprojekt werde nach Angaben von Greencells das erste Projekt dieser Größe in Griechenland und eines der ersten seiner Art in Europa sein.

Auch die Nordex Group melde zum Jahresübergang eine gute Auftragslage, so könne der Windturbinen-Produzent neue Aufträge über 245 MW aus Südamerika (Brasilien und Chile) und 115 MW in Europa (Finnland und Spanien) an Land ziehen.

Bei einigen Anleihe-Emittenten aus dem Immobilienbereich gebe es ebenfalls Neuigkeiten, so habe die FCR Immobilien AG die ersten beiden Zukäufe von Handelsimmobilien im Kalenderjahr 2022 vollzogen. Die beiden vollvermieteten Fachmärkte in Lügde (Nordrhein-Westfalen) und Zeithain (Sachsen) würden zusammen eine Jahresnettomiete von rund 720 Tsd. Euro erwirtschaften. Damit steige die annualisierte Ist-Netto-Miete im FCR-Bestandsportfolio auf 29,1 Mio. Euro.

Auch die GECCI-Gruppe habe eine weitere Wohnimmobilie im Kreis Düren erworben, um über ihr Modell der Mietübereignung weiteren bezahlbaren Wohnraum anzubieten.

Die VERIANOS SE gehe bei ihrem Immobilienportfolio (Assets under Management) in deutschen und spanischen Metropolregionen derzeit von einem Verkaufswert von über 400 Mio. Euro aus.

Nicht aus dem Immobilien-Bereich, aber auch ein Anleihe-Emittent: IuteCredit Europe habe in der letzten Woche 10% der Anteile an der moldauischen Energbank übernommen. Und die INDUS Holding AG habe ein ESG-linked Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 56 Mio. Euro bei Investoren aus dem Sparkassensektor platziert.

Bleibe noch die Deutsche Lichtmiete AG: Das Unternehmen habe am 30. Dezember 2021 einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Oldenburg habe mittlerweile den Rechtsanwalt Rüdiger Weiß zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das Insolvenzverfahren solle im Rahmen einer Regelinsolvenz durch einen unabhängigen Insolvenzverwalter durchgeführt werden und nicht in Form einer Eigenverwaltung. Bislang würden Anwälte von einem Schaden für Anleger in Höhe von rund 200 Millionen Euro ausgehen. Die Deutsche Lichtmiete AG habe diese Summe von rund 5.000 Investoren mit Direktinvestitionen in Anlagen sowie über vier emittierte Anleihen eingesammelt. Es würden wohl zeitnah die ersten Gläubigerversammlungen folgen.

Auch beim Sanierungsfall Eyemaxx stünden in der laufenden Woche am 19.01.22 Gläubigerversammlungen für die Anleihen 2018/23 und 2019/2024 zur Wahl eines gemeinsamen Gläubiger-Vertreters an.

Den kompletten Beitrag mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der zweiten Kalenderwoche 2022 im Überblick finden Sie hier. (News vom 14.01.2022) (17.01.2022/alc/n/a)






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