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Creditreform Rating bestätigt Bonität Italiens mit "BBB-"


24.01.23 16:30
Creditreform Rating AG

Neuss (www.anleihencheck.de) - Creditreform Rating hat das langfristige Länderrating für die Republik Italien mit der Note "BBB-" bestätigt, so die Creditreform Rating AG.

Den Ausblick sehe die Ratingagentur weiterhin als stabil an.

Die wesentlichen Rating-Treiber im Überblick:

- Italien stelle eine große, wohlhabende und diversifizierte Volkswirtschaft dar, bei der der sich erholende Tourismus, die Exportdiversifizierung sowie der sich weiter verbessernde Arbeitsmarkt zu einer vergleichsweise robusten wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2022 beigetragen hätten. Für 2023 erwarte Creditreform Rating ein stark verlangsamtes, jedoch positives Wirtschaftswachstum, welches voraussichtlich ab 2024 wieder anziehen dürfte. Gleichzeitig würden die steigenden Energiekosten für wirtschaftliche Abwärtsrisiken sorgen, wenngleich die Diversifizierung der Energieimporte fortschreite.

- Durch eine fortlaufende Umsetzung des 'Recovery and Resilience Plan' (RRP) - einschließlich der laufenden Bemühungen zur Förderung des digitalen Wandels im KMU-Sektor - könnten sich strukturelle Herausforderungen wie die niedrige Produktivität, einige Schwächen im Hinblick auf den Arbeitsmarkt sowie ein zum Teil beschwerliches Geschäftsumfeld für Unternehmen mittelfristig deutlich verbessern.

- Die Ratingagentur bewerte den institutionellen Rahmen Italiens als generell solide, auch wenn häufige Regierungswechsel eine effektive Politikgestaltung und die zeitnahe Umsetzung von Reformen vor Herausforderungen stellen würden. Während die Reformdynamik in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 etwas nachzulassen schien, könnte eine entschlossene Weiterverfolgung der RRP-Initiativen die Fortschritte bei der Verbesserung des Justizsystems und der öffentlichen Verwaltung untermauern und somit die Umsetzung der ehrgeizigen Reformagenda voraussichtlich erleichtern, so die Creditreform Rating AG.

- Die größte Schwachstelle im Hinblick auf die Bonität der Republik Italien sehe Creditreform Rating bei den öffentlichen Finanzen. Hier werde mittelfristig ein Rückgang des Gesamtdefizits erwartet, der unter anderem aufgrund staatlicher Maßnahmen hinsichtlich der hohen Energiepreise und jüngster fiskalpolitischer Entscheidungen mit Unsicherheit behaftet sein dürfte. Wenngleich Creditreform Rating von einem mittelfristig abwärts gerichteten Trend bei der gesamtstaatlichen Schuldenquote ausgehe, sei dies ebenfalls einem höheren Grad von Unsicherheit unterworfen. (24.01.2023/alc/n/a)