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Franke-Media.net: Zentralbankguthaben deutscher Banken hat sich verdoppelt - 1,061 Billionen Euro nach 3. Quartal 2021


25.11.21 12:05
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Am Ende des 3. Quartals 2021 kletterte das Volumen der Zentralbankguthaben deutscher Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) auf 1,061 Billionen Euro - ein neues Rekordhoch, so Franke-Media.net in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Der Wert stieg damit seit Beginn 2020 um 118 Prozent und hat sich mehr als verdoppelt. Im Januar 2020 lag das Zentralbankguthaben noch bei 517,14 Milliarden Euro. Ein Grund für den Anstieg ist die anhaltende Coronakrise und der mit ihr verbundene Anstieg der Sparquote.

Die gesamte Übersicht über die Kosten-Entwicklung findet sich unter https://www.tagesgeldvergleich.net/statistiken/einlagenzins.html#kosten

Kosten für Einlagen steigen 2021 auf rund 4,0 Milliarden Euro

Da die Zentralbank inzwischen einen negativen Einlagenzins von -0,50 Prozent (abgesehen von einem Freibetrag) verlangt, stiegen gleichzeitig die entsprechenden Zahlungen der Banken an die EZB. 2020 summierte sich der Strafzins auf ca. 2,3 Milliarden Euro. Ein Wert, der in diesem Jahr deutlich übertroffen wird. So beliefen sich die Strafzinsen allein zwischen Januar und Juli 2021 bereits auf 1,925 Milliarden Euro. Bis Jahresende rechnen die Finanzexperten von Tagesgeldvergleich.net mit einem Betrag von knapp unter 4,0 Milliarden Euro. "Unsere Prognose auf Basis der Zahlen der Deutschen Bundesbank kommt auf 3,972 Milliarden Euro an Kosten durch negative Einlagenzinsen für Banken in Deutschland", erklärt Daniel Franke, Betreiber des Fachportals.

Aus Minus mach Plus

Immerhin stehen den Strafzinsen aber potenzielle Erträge aus negativen TLTRO-III-Krediten der EZB gegenüber. Banken können Kredite zu Minuszinsen über die sogenannten TLTRO-Programme (TLTRO steht für "targeted longer-term refinancing operations") aufnehmen und bis zum Freibetrag zu Nullzinsen auf ihren Girokonten bei der Zentralbank anlegen. Ein Arbitrage-Geschäft, welches nach aktuellen Schätzungen 2021 Gewinne von bis zu 4,9 Milliarden Euro ermöglicht.

Kurzum: 2021 generieren deutsche Kreditinstitute rund 899 Millionen Euro mehr Zinserträge aus TLTRO-III-Krediten der EZB als sie Strafzinsen an diese für ihre Zentralbankguthaben zahlen müssen.

Tagesgeldvergleich.net ist ein Projekt von Franke-Media.net. (25.11.2021/alc/n/a)