HÖRMANN Industries GmbH: Konzerngewinn von 15,3 Mio. Euro nach neun Monaten in 2021 - Anleihenews


29.11.21 10:00
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Gutes erstes Halbjahr, verstärkte Pandemie-Auswirkungen im zweiten Halbjahr - die HÖRMANN Industries GmbH hat nach neun Monaten in 2021 einen Konzernüberschuss von 15,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) erwirtschaftet, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Aufgrund der aktuellen pandemiebedingten Materialknappheit und der daraus folgenden Produktions-Drosselung passe das Unternehmen seine operative Prognose für das Gesamtjahr allerdings etwas nach unten an.

So werde für das Gesamtjahr 2021 im Vergleich zur bisherigen Prognose ein leicht niedrigerer Gesamtumsatz in einer Spanne zwischen 565 Mio. Euro bis 590 Mio. Euro (zuvor: 600 Mio. Euro bis 620 Mio. Euro; 2020: 521,5 Mio. Euro) erwartet. Für das operative Geschäft werde unter Berücksichtigung dieser etwas niedrigeren Umsatzerwartung und der Materialpreisverteuerungen ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) in einer Bandbreite von 25 Mio. Euro bis 27 Mio. Euro (zuvor: 26 Mio. Euro bis 28 Mio. Euro; 2020: 12,6 Mio. Euro) erwartet.

9-Monatszahlen

Die HÖRMANN-Gruppe könne ihren Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr von 366,8 Mio. Euro um 63,2 Mio. Euro auf 430,0 Mio. Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hätten sich im Berichtszeitraum deutlich auf 31,2 Mio. Euro (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro) respektive 22,2 Mio. Euro (Vorjahr: 8,3 Mio. Euro) verbessert. Der Konzernüberschuss liege somit wie erwähnt bei 15,3 Mio. Euro.

"Nach einem sehr positiven ersten Halbjahr spüren wir seit dem Sommer aufgrund der Preisanstiege der Rohstoffe sowie der Produktionskürzungen bei unseren Kunden insbesondere in unserem Geschäftsbereich Automotive wieder vermehrt negative Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. So kam es etwa aufgrund des Chipmangels zu massiven Produktionsstopps bei einigen unserer Kunden, die weiterhin andauern. Dank unserer diversifizierten Aufstellung mit vier Geschäftsbereichen rechnen wir dennoch damit, das Gesamtjahr mit einem Ergebnis auf Vorkrisenniveau abzuschließen", sage Dr. Michael Radke, CEO der HÖRMANN Industries GmbH.

Entwicklung der Geschäftsbereiche

Im Bereich Automotive habe sich der Umsatz aufgrund der gestiegenen Nachfrage in den Produktsegmenten Lkw und Landmaschinen sowie infolge gestiegener Materialkosten im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 189,9 Mio. Euro um 62,9 Mio. Euro auf 252,8 Mio. Euro erhöht. Seit dem 3. Quartal 2021 werde der Geschäftsbereich jedoch, bedingt durch die Halbleiterkrise, von temporären Produktionsstopps und weiterhin gedrosselter Produktion auf Kundenseite belastet, berichte die HÖRMANN-Gruppe. Hinzu würden Schwierigkeiten bei der Rohstoffbeschaffung für die eigene Produktion, hohe Preise für metallische Rohstoffe sowie die sprunghaften Veränderungen der Kapazitätsbedarfe in den Produktionen kommen, die sich negativ auf die Ertragslage auswirken würden.

Der Bereich Communication habe nach Angaben des Unternehmens in den ersten neun Monaten 2021 von den staatlichen Konjunkturmaßnahmen und den zusätzlichen Investitionen in den Ausbau der europäischen Leit- und Sicherungstechnik für die Bahn sowie der effizienteren Gestaltung der Netzinfrastruktur zur Digitalisierung im Schienenverkehr profitiert und mit einem Umsatz von 120,0 Mio. Euro (Vorjahr: 100,0 Mio. Euro) ein Umsatzwachstum von 20% gegenüber Vorjahr ausgewiesen. Mit Umsatzerlösen von 45,6 Mio. Euro habe der Bereich Engineering erwartungsgemäß deutlich unter dem Umsatzniveau der Vorjahresperiode (64,3 Mio. Euro) gelegen. Ursächlich hierfür seien laut Unternehmen eine stark verzögerte Auftragsvergabe in Folge der großen Unsicherheit in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Der Geschäftsbereich Services sei ebenfalls von den pandemiebedingten konjunkturellen Unsicherheiten in der Automobilindustrie betroffen gewesen, weshalb sich der Umsatz auf 12,0 Mio. Euro (Vorjahr: 13,5 Mio. EUR) reduziert habe.

HÖRMANN-Anleihe 2019/24

ANLEIHE CHECK: Die im Juni 2019 begebene Anleihe 2019/24 der HÖRMANN Industries GmbH (ISIN NO0010851728 / WKN A2TSCH) sei mit einem Zinskupon von 4,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 06.06.) ausgestattet und habe eine Laufzeit bis zum 06.06.2024. Die Anleihe sei im maximalen Volumen von 50 Mio. Euro vollständig platziert. Die Anleihe notiere derzeit an der Börse Frankfurt bei rd. 103% (Stand: 26.11.2021).

Den kompletten Beitrag zusammen mit dem Konzernzwischenbericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2021 finden Sie hier. (News vom 26.11.2021) (29.11.2021/alc/n/a)





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