Schoeller-Bleckmann: Deutlich positive Entwicklung in Q1 - Anleihenews


19.05.22 10:24
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Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Aktiengesellschaft (SBO) (ISIN AT0000946652/ WKN 907391), die im Leitindex ATX der Wiener Börse notiert, verzeichnete im ersten Quartal 2022 eine deutlich positive Entwicklung, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Die Aufwärtsbewegung des Jahres 2021 gewann in den ersten drei Monaten 2022 noch einmal an Dynamik. Die starke Marktlage zeigte sich sowohl in Nordamerika als auch in den internationalen Märkten. Der Auftragseingang konnte sich gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres mehr als verdoppeln und stieg auf MEUR 129,1. Der Umsatz von SBO erhöhte sich in den ersten drei Monaten des Jahres um rund 70 % auf MEUR 100,5. Das EBIT hat sich auf MEUR 15,5 mehr als vervierfacht, das Ergebnis nach Steuern übertraf mit MEUR 11,4 das Vorjahresniveau um mehr als das Zehnfache. Die Nettoliquidität hielt bei MEUR 12,3 und das Gearing verbesserte sich auf minus 3,4 %. Das Book-to-Bill-Ratio, das als Kennzahl den Auftragseingang ins Verhältnis zum Umsatz setzt und ein Indikator für die mittelfristige Entwicklung ist, lag weiterhin deutlich über 1 und unterstreicht die positive Erwartungshaltung.

SBO-Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann sagt: "Der Krieg in der Ukraine zeigt massive Auswirkungen auf die weltweiten Energiemärkte. Er hat in vielen Regionen verstärkte Investitionen in Exploration und Produktion ausgelöst, um Versorgungssicherheit mit Öl und Gas zu gewährleisten. Das spiegelt sich in unserem Geschäft wider, das von einem dynamischen Anstieg der Nachfrage profitierte. Gleichzeitig erhält der Ausbau von erneuerbaren Energiequellen durch die aktuelle Situation einen starken Anschub. Hier wollen wir unseren Beitrag leisten und haben wie angekündigt erste Marktsondierungen gestartet, um gemäß unserer Strategie 2030 einen neuen Geschäftsbereich aufzubauen."

SBO präsentierte im März 2022 ihre "Strategie 2030", die den Aufbau eines neuen Segments in den Bereichen Energy Transition und Green Tech vorsieht. Gleichzeitig hält das Unternehmen am bestehenden Kerngeschäft fest, um weiterhin zu einer sicheren Energieversorgung beizutragen. ESG ist dabei fest in der Strategie des Konzerns verankert. SBO arbeitet zudem kontinuierlich an der strukturellen Verbesserung ihrer Energieeffizienz und der Verringerung ihrer CO2-Emissionen.

Starke Auftragslage und kräftiges Ergebniswachstum

Der Auftragseingang von SBO verzeichnete einen kräftigen Anstieg und belief sich in den ersten drei Monaten 2022 auf MEUR 129,1, ein Plus von 115,2 % (1-3/2021: MEUR 60,0). Der Umsatz erhöhte sich ebenfalls stark auf MEUR 100,5 (1-3/2021: MEUR 59,3). Der Auftragsstand stieg Ende März auf MEUR 144,2 (31. Dezember 2021: MEUR 111,7).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich nach MEUR 11,6 im ersten Quartal 2021 auf MEUR 23,5 in 2022, die EBITDA Marge betrug 23,4 % (1-3/2021: 19,5 %). Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf MEUR 15,5, mehr als eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahresquartal (1-3/2021: MEUR 3,6). Beim Ergebnis vor Steuern erwirtschaftete SBO MEUR 14,3 (1-3/2021: MEUR 2,4), das Ergebnis nach Steuern lag bei MEUR 11,4 (1-3/2021: MEUR 1,0). Das Ergebnis pro Aktie wurde im ersten Quartal 2022 auf EUR 0,72 (1-3/2021: EUR 0,06) gesteigert.

"Die Versorgungssicherheit mit Energie ist und bleibt ein großes Thema. Um diese sicherzustellen, werden Explorationsprojekte in Öl und Gas weltweit vorangetrieben, was sich auch in der Nachfrage nach unseren Produkten niederschlägt. Entsprechend positiv hat sich unser Geschäft im ersten Quartal quer durch alle Märkte und in beiden Segmenten entwickelt", sagt SBO-CEO Gerald Grohmann.

Das Geschäft von SBO ist in zwei Segmente gegliedert, Advanced Manufacturing & Services (AMS) und Oilfield Equipment (OE). Der Umsatz des AMS-Segments erhöhte sich im ersten Quartal auf MEUR 49,1 (1-3/2021: MEUR 29,8), das Betriebsergebnis (EBIT) stieg nach einem Verlust von MEUR 0,4 in der Vorjahresperiode auf einen Gewinn von MEUR 8,0. Der Umsatz des OE-Segments erhöhte sich auf MEUR 51,4 (1-3/2021: MEUR 29,5), das EBIT konnte mehr als verdreifacht werden und lag bei MEUR 7,6 (1-3/2021: MEUR 2,3).

Das Eigenkapital von SBO stieg im ersten Quartal 2022 auf MEUR 360,5 (31. Dezember 2021: MEUR 340,9). Die Eigenkapitalquote von SBO erhöhte sich auf 42,9 % (31. Dezember 2021: 42,3 %). Die Nettoliquidität lag bei MEUR 12,3 (31. Dezember 2021: MEUR 9,9). Das Gearing verbesserte sich geringfügig auf minus 3,4 % (31. Dezember 2021: minus 2,9 %). Der Bestand an liquiden Mitteln betrug MEUR 293,2 (31. Dezember 2021: MEUR 291,8). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im ersten Quartal 2022 mit MEUR 3,8 (1-3/2021: MEUR 5,2) ausgewiesen. Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) lagen bei MEUR 5,0 (1-3/2021: MEUR 4,3).

Mit Rückenwind ins weitere Jahr 2022

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2022 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,6 %, nach einem deutlichen Anstieg von 6,1 % im Vorjahr. Dabei sollen die entwickelten Industriestaaten um 3,3 % und Schwellenmärkte um 3,8 % wachsen. Die Prognosen wurden zuletzt aufgrund des Krieges zwischen Russland und der Ukraine sowie den damit einhergehenden Unsicherheiten etwas nach unten revidiert. Aus den Unterinvestitionen in die Exploration und Produktion von Öl und Gas der vergangenen Jahre und der steigenden Nachfrage nach diesen Ressourcen wird mit einem weiter zunehmenden Aufholeffekt auf den Gas- und Ölmärkten gerechnet, der sich bereits seit der 2. Jahreshälfte 2021 abzeichnet. Um die Folgen des Krieges von Russland gegen die Ukraine auf den Märkten abzumildern, will die OPEC+ die Produktion ausweiten. Insgesamt wird für das Jahr 2022 ein Anstieg der weltweiten Explorations- und Produktions-Ausgaben um mindestens 16 % erwartet, davon 21 % in Nordamerika und 15 % international.

Die Entwicklungen und Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs auf die Weltwirtschaft sind weiterhin schwer abschätzbar. Es zeichnet sich jedoch bereits ab, dass weltweit höhere Investitionen in den unterschiedlichen Regionen außerhalb Russlands erforderlich sein werden, um die globale Versorgung mit Energie sicherzustellen. Dementsprechend wird von einer weiter steigenden Öl- und Gas-Produktion in den Regionen außerhalb Russlands ausgegangen. Die Rohöl-Produktion in den USA liegt bereits auf Vorkrisenniveau, vorwiegend aus dem Abbau gebohrter, aber noch nicht komplettierter Bohrlöcher. Verzögerungen in den Lieferketten und verschärfte Sanktionen können das Weltwirtschaftswachstum abschwächen. In Summe sollten die erwarteten positiven Auswirkungen auf den Öl- und Gasmärkten überwiegen und zu einer weiteren Belebung der Aktivitäten in der Oilfield Service-Industrie - und damit auch von SBO - führen.

"Wir sind stark in das Jahr gestartet und gehen davon aus, dass die Dynamik in unseren Märkten anhält. Natürlich bleiben in diesem Umfeld Unsicherheiten betreffend des Krieges, der Sanktionen und der Lieferketten-Engpässe bestehen. Alles in allem sollten für unser Geschäft aber die positiven Effekte der steigenden Nachfrage überwiegen", schließt CEO Gerald Grohmann. (19.05.2022/alc/n/a)





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