Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 8,50%-Anleihe (ISIN DE000A19WVN8 / WKN A19WVN) der R-LOGITECH S.A.M. mit Laufzeit bis 2023 kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "äußerst attraktiv" (5 von 5 möglichen Sternen) zu bewerten.
Die R-LOGITECH S.A.M. sei ein Schwesterunternehmen der Metalcorp Group S.A. unter dem gemeinsamen Dach der Monaco Resources Group und führender Player im Bereich der Logistik auf dem afrikanischen Kontinent, einem relativ konkurrenzarmen Umfeld, da nur wenige Akteure über eine Afrika-Strategie verfügen würden. Die operativen Geschäftstätigkeiten der heutigen R-LOGITEC würden bis in das Jahr 1972 zurückreichen und seien unterteilt in die Sparten Logistik und Technologie. In der Sparte Logistik bündele das Unternehmen die Verwaltung von Häfen und Terminals sowie die Erbringung von Logistikdienstleistungen. In der Sparte Technologie stelle R-LOGITECH Beschaffungslösungen, Reparatur und Wartung bereit.
Internationale Konzerne, die auf dem afrikanischen Kontinent Rohstoffe einkaufen würden, würden spezialisierte Maschinen, Logistikeinrichtungen, Instandhaltung, Verladekapazitäten etc. benötigen. Das könne R-LOGITECH an sehr vielen Standorten aus einer Hand anbieten. Dabei agiere das Unternehmen als reiner Dienstleister. Das Unternehmen werde mit entsprechenden Honoraren für Dienstleistungen entgolten, sodass Preisschwankungen der Güter, die für die Kunden bewegt würden, keinen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der R-LOGITECH hätten. Auch Währungseffekte seien stark eingegrenzt, da in den jeweiligen Ländern Kosten und Erträge in Landeswährung anfallen würden. Gleichzeitig erfolge die Abrechnung mit den Kunden, die meist internationale Konzerne aus Europa oder den USA seien, in US-Dollar oder Euro und damit innerhalb des europäischen Rechtsrahmens.
Bisher sei R-LOGITECH an 22 verschiedenen Standorten mit rund 1.500 Mitarbeitern weltweit tätig. Mit der Akquisition der "Euroports" zum Stichtag 01.07.2019 seien 29 Terminals in neun Ländern mit rund 2.300 zusätzlichen Mitarbeitern hinzugekommen. In den vergangenen Jahrzehnten habe die Gesellschaft durch erfolgreiche Projekte bei Regierungen, NATO-Mitgliedstaaten und internationalen Organisationen ein hohes Ansehen erwerben können. Aus diesem Grund habe auch der Zuschlag für die "Euroports" erzielt werden können, wobei der belgische Staat mittels zweier Pensionsfonds Minderheitsgesellschafter bleibe. Mit ihrem großen Netzwerk namhafter internationaler Kunden und der Fokussierung auf Nischensektoren mit margenstarken Dienstleistungen, wie dem spezialisierten Massengutumschlag und Speditions- und Schiffsagentur-Leistungen, sei die R-LOGITECH bestens positioniert, um die Marktposition nicht nur in Afrika, sondern auch weltweit weiter auszubauen.
Auch die Aktivitäten der "Euroports" (Belgien) seien in diesem Wirtschaftsraum angesiedelt. Mitbewerber in diesem französischen Sprachraum seien kaum vorhanden und auch der aktuelle Handelskrieg zwischen USA und China scheine bisher fast ausschließlich den englischsprachigen Raum zu betreffen. Insofern sei nach Vollkonsolidierung der "Euroports" ab dem 01.07.2019 von erheblichen Verbesserungen der Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2019 auszugehen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe im ersten Halbjahr 2019 mit einem Betrag von 11,5 Mio. Euro (Vj.: 8,8 Mio. Euro) ebenfalls neue Höchststände erreicht.
Höhere Zinskosten aufgrund der im Jahr 2018 neu emittierten und im Jahr 2019 erhöhten Anleihe seien überkompensiert worden. Die Konzern-Bilanzsumme habe sich von 98,1 Mio. Euro auf 291,7 Mio. Euro im Wesentlichen durch die Anzahlungen für den Erwerb der "Euroports" erhöht. Trotz dieses enormen Anstiegs habe sich die Konzern-Eigenkapitalquote von 34,0% auf 38,5% verbessert. Die Gesellschaft verfüge zum 30.06.2019 über Liquiditätsreserven in Höhe von 46,3 Mio. Euro (Vj.: 28,0 Mio. Euro). Die Ergebnis- und Vorausschaurechnungen seien konservativ geplant, womit eine hohe Planungssicherheit des Zahlenwerkes einhergehe. Die Planungssicherheit ergebe sich auch aus den langfristig geschlossenen Verträgen mit bonitätsstarken Adressen.
Die im März 2018 emittierte nicht nachrangige und unbesicherte Mittelstandsanleihe der R-LOGITECH S.A.R.L. sei mit einem Zinskupon von 8,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 29.03.) ausgestattet und habe eine fünfjährige Laufzeit bis zum 29.03.2023. Im Rahmen der Emission seien 25 Mio. Euro mit einer Stückelung von 1.000 Euro platziert worden. Im März 2019 sei die Anleihe um 100 Mio. Euro auf ein Gesamtvolumen von 125 Mio. Euro aufgestockt worden.
Die Anleihe werde u.a. an den Börsenplätzen Stuttgart, Frankfurt, Berlin, Hamburg, und Tradegate gehandelt. In den Anleihebedingungen seien vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin vom 29.03.2021 bis 28.03.2022 zu 104% und vom 29.03.2022 bis zum 28.03.2023 zu 102% des Nennwerts vorgesehen. Die Emittentin verpflichte sich und ihre Tochtergesellschaften zur Einhaltung einer Eigenkapitalquote von mindestens 25% und einer Ausschüttungsbeschränkung von max. 50% des im konsolidierten und geprüften Jahresabschluss festgestellten Jahresgewinns.
Die Emittentin weise einen erfolgreichen Track Record auf und habe sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in der wachstumsstarken Region Afrika eine hohe Reputation erarbeitet. Mit der "Euroports"-Übernahme habe sich das Unternehmen deutlich verstärkt, was sich bereits in den Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 positiv auswirken dürfte. Aufgrund des risikoaversen Geschäftsmodells, der soliden Eigenkapitalquote und der zu erwartenden nachhaltigen Ausweitung von Umsatz und Ertrag für die kommenden Jahre in Verbindung mit der Rendite auf Endfälligkeit in Höhe von 8,79% p.a. (Kurs von 99,06% am 13.08.2019) wird die 8,50%-R-LOGITECH-Anleihe weiterhin als "äußerst attraktiv" (5 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (14.08.2019/alc/n/a)
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