Paris (www.anleihencheck.de) - Im Jahr 2018 verzeichneten fast alle risikobehafteten Anlageklassen eine negative Wertentwicklung, da die US-Zinsen gestrafft wurden und die US-Notenbank FED sowie die Europäische Zentralbank (EZB) die Liquiditätszufuhr zügelten, so Benjamin Melman, Global Chief Investment Officer bei Edmond de Rothschild Asset Management, in seinem aktuellen Marktausblick.
Doch 2019 habe eine Richtungsänderung der beiden Zentralbanken dazu geführt, dass Risikoanlagen, ob deutsche Bundesanleihen, asiatische Small Caps oder der Bitcoin, außergewöhnliche Renditen erzielt hätten. Dabei hätten die Fundamentaldaten weder den Einbruch 2018 noch den Anstieg im Jahr darauf gerechtfertigt.
Edmond de Rothschild Asset Management sei deshalb überzeugt, dass die Zentralbanken im Jahr 2020 einen neutraleren Ansatz verfolgen und im Zweifelsfall Vorsicht walten lassen würden.
"Die Liquidität der FED und der EZB wird zweifellos wieder steigen. Die Zentralbanken werden die Märkte weiterhin unterstützen, allerdings nur in geringerem Umfang. Die Märkte müssen sich selber tragen", so Melman. Zudem müsse mit erheblichen politischen Risiken gerechnet werden: Der anhaltende Handelskrieg, die US-Präsidentschaftswahlen, die Spannungen zwischen den USA und dem Iran, der offizielle Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union am 31. Januar und die fragile Regierungskoalition Italiens, die sich dem Widerstand des unberechenbaren, aber populären Matteo Salvini stellen müsse. (23.01.2020/alc/a/a)
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