Brechen (www.anleihencheck.de) - Emission vorerst verschoben - die publity AG wird aufgrund des aktuellen Umfelds an den Kapitalmärkten, die im Januar 2020 angekündigte Emission einer Unternehmensanleihe inklusive einem Umtauschangebot für die publity-Wandelanleihe 2015/20 voraussichtlich erst im Herbst 2020 durchführen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
Für die gegenwärtige Corona-Krise sehe sich das Unternehmen unterdessen "gut aufgestellt".
Ursprünglich habe der publity-Vorstand erwogen, die Anleihe-Emission bereits im März/April 2020 vorzunehmen. Da im aktuellen Kapitalmarktumfeld eine Platzierung zu adäquaten Konditionen nicht gesichert erscheine und die Emission für die Rückführung der Wandelanleihe 2015/20 nach Angaben des Unternehmens nicht erforderlich sei, warte publity eine Beruhigung an den Kapitalmärkten ab. Für die Ablösung der Wandelanleihe verfüge publity über eine bestehende starke Finanzbasis, ein profitables operatives Geschäft und belastbare Finanzierungspartner.
WANDELANLEIHE CHECK: Im November 2015 habe die publity AG eine Wandelanleihe (ISIN DE000A169GM5 / WKN A169GM) mit einem Zinskupon von 3,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 17.11.) und einer Laufzeit bis zum 13.11.2020 begeben.
Für Corona-Krise "gut aufgestellt"
Die Fokussierung des in der Konzerntochter PREOS Real Estate AG gebündelten Eigenbestands auf renditestarke Büroimmobilien in Top-Lagen attraktiver Metropolen sichere publity in unterschiedlichsten Marktphasen eine werthaltige Substanz. Diese Objekte würden sich einer hohen Nachfrage nationaler und internationaler Investoren erfreuen, sodass publity davon überzeugt sei, dass bei überdurchschnittlicher Preisstabilität auch künftig Objektveräußerungen zu attraktiven Konditionen umgesetzt werden könnten. Gleichzeitig plane das Unternehmen auf Basis seiner guten Finanzausstattung den Ankauf weiterer Immobilien in den kommenden Quartalen und wolle im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus den Eigenbestand dynamisch erweitern.
"Können sich ergebende Marktchancen nutzen"
"Wenn die Märkte rauer werden, dann zeigt sich die Qualität eines guten Investors und Asset Managers. Deshalb sind wir von den aktuellen Turbulenzen, die wir als zeitlich begrenzt einschätzen, operativ unbeeindruckt. Persönlich wünsche ich mir mit Blick auf die schweren gesundheitlichen und wirtschaftlichen Beeinträchtigungen, die damit für zahlreiche Menschen verbunden sind, ein sehr schnelles Ende der Pandemie. Geschäftlich sind wir gut aufgestellt mit unserem erstklassigen Eigenbestand, unserer guten Finanzbasis, unserem tragfähigen Netzwerk und einem hoch digitalisierten Geschäftsmodell, das sich auch in unserer Datenbank mit rund 9.500 relevanten deutschen Büroimmobilien manifestiert. So positioniert sind wir in der Lage, Marktchancen, die sich jetzt bieten, zu nutzen", so Thomas Olek, CEO der publity AG.
Wechsel in den Prime Standard erst in 2021
Im Zuge der zeitlichen Neustrukturierung der Kapitalmarktaktivitäten plane publity den avisierten Wechsel vom Freiverkehrssegment Scale in den Prime Standard (regulierter Markt) der Frankfurter Wertpapierbörse voraussichtlich erst 2021 vorzunehmen. Das publity-Management gehe davon aus, dass es dann möglich sei, eine gute Wahrnehmung bei institutionellen Investoren durch die Kombination aus belastbaren Zahlen zum Jahr 2020 in Verbindung mit der geplanten Anleiheemission und dem Segment Upgrade zu erreichen.
Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (31.03.2020/alc/n/a)
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