Brechen (www.anleihencheck.de) - Die SANHA GmbH & Co. KG ist trotz der coronabedingten Umsatzrückgänge im zweiten Quartal und gegen Ende des vierten Quartals nach eigenen Angaben "verhältnismäßig gut" durch das pandemiegeprägte Jahr 2020 gekommen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
Das finale Konzernjahresergebnis belaufe sich auf -0,8 Mio. Euro (Vorjahr: Nettogewinn von 0,6 Mio. Euro).
Umsatz 4,5% unter dem Vorjahr
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe im Geschäftsjahr 2020 bei 8,7 Mio. Euro (Vorjahr: 10,7 Mio. Euro) gelegen, was einer EBITDA-Marge von 9,2% (Vorjahr: 10,7%) entspreche. Das operative Ergebnis (EBIT) habe sich von 5,5 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro im Berichtszeitraum reduziert, entsprechend einer EBIT-Marge von 3,6% (Vorjahr: 5,6%).
Die vor allem aus dem südeuropäischen Raum stammenden Ausfälle beim Umsatz während des ersten Lockdowns hätten im weiteren Jahresverlauf nicht mehr aufgeholt werden können. Die Konzernerlöse für das Geschäftsjahr 2020 hätten mit 95,0 Mio. Euro rund 4,5% unter dem Vorjahr gelegen. Der um Währungseffekte bereinigte Rohertrag habe im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 52,0 Mio. Euro 5,1% unter Vorjahr (54,8 Mio. Euro) gelegen. Die Rohertragsmarge sei von 55,1% im Geschäftsjahr 2019 auf 54,7% zurückgegangen.
"Die coronabedingt stark rückläufige Entwicklung in den südeuropäischen Ländern im ersten Halbjahr hat sich negativ auf unsere Umsatz-Entwicklung in 2020 ausgewirkt. Für das Jahr 2021 rechnen wir mit weiteren makroökonomischen Unsicherheiten durch die Coronavirus-Pandemie", so Bernd Kaimer, geschäftsführender Gesellschafter von SANHA.
Das SANHA-Management erwarte für das Geschäftsjahr 2021 ein leichtes Umsatzwachstum und vor dem Hintergrund stark gestiegener Rohmaterialpreise lediglich ein geringfügig höheres EBITDA und EBIT.
Anleihe-Laufzeit bis 2026 verlängert
SANHA habe im Mai 2020 eine Anpassung der Anleihebedingungen (dreijährige Laufzeit-Verlängerung und angepasste Zinskonditionen) der SANHA-Anleihe 2013/26 durchsetzen können. Die Anpassungen hätten laut SANHA zu deutlichen Einsparungen beim Finanzergebnis in Höhe von 1,4 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr geführt, was wesentlich zur Erzielung eines positiven EBT von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) beigetragen habe.
ANLEIHE CHECK: Die SANHA-Anleihe 2013/26 (ISIN DE000A1TNA70 / WKN A1TNA7) sei in 2020 zum zweiten Mal verlängert worden und laufe nun bis 2026. Mit einem Volumen von 25 Millionen Euro und einem Zinskupon in Höhe von 7,75% p.a. sei die Anleihe im Jahr 2013 begeben worden. Anfang 2014 sei das Anleihe-Volumen auf insgesamt 37,5 Millionen Euro aufgestockt worden. Im Jahr 2017 sei die Anleihe-Laufzeit mit Zustimmung der Gläubiger erstmals um fünf Jahre bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 7,00% p.a. verlängert worden. Aufgrund der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen sei die Laufzeit im vergangenen Jahr nochmals um drei Jahre bis 2026 bei einem erneut angepassten Zinsmodell verlängert worden. Die SANHA-Anleihe notiere aktuell bei 67,5% (Stand: 16.04.2021).
Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (16.04.2021/alc/n/a)
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