Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Autor: Robin Freytag, Bondhändler bei der DZ BANK
Stellantis (ISIN NL00150001Q9 / WKN A2QL01) hat die Rentabilitätsprognose für das Gesamtjahr deutlich angehoben, da die starke Nachfrage und die Preisgestaltung dem Automobilhersteller in der ersten Jahreshälfte ein Ergebnis bescherten, das über den Erwartungen lag.
Deutliches Umsatz- und Gewinnwachstum
Mit einem besser als erwarteten Ergebnis überraschte der Automobilkonzern Stellantis diese Woche viele Marktteilnehmer. Das aus der Übernahme des italienisch-amerikanischen Unternehmens Fiat Chrysler durch den französischen Automobilhersteller Peugeot PSA hervorgegangene Unternehmen meldete für das erste Halbjahr 2021 einen Nettogewinn von 5,9 Mrd. Euro, verglichen mit einem Verlust von 813 Mio. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres, der durch die weltweiten Einschränkungen durch das Coronavirus beeinträchtigt wurde. Gleichzeitig stieg der Umsatz um 46% auf 75 Mrd. Euro, während die Auslieferungen um 44% auf 3,2 Mio. Einheiten zulegten.
Des Weiteren vermeldete Stellantis eine starke Verbesserung der operativen Marge auf 11,4% - erwartet wurden 7,9%. Aus diesem Grund erhöhte die Unternehmensführung die Prognose für das Gesamtjahr auf 10%, ursprünglich waren 5,5-7,5% anvisiert. Für einen Hersteller dieser Größenordnung ist eine zweistellige Marge ein starker Wert. Zum Vergleich: VW erreichte nach einem ebenfalls guten Halbjahr 8,8%. Der Grund für diese überdurchschnittliche Leistung war ein sehr guter Geschäftsverlauf in Nordamerika. Gestützt durch die Fiat-Chrysler-Marken Jeep und Ram Truck stiegen dort die Nettoeinnahmen um 42% auf 32,4 Mrd. Euro. Zudem wurde eine Marge von 16,1% erzielt.
Kosteneinsparungen dank Synergieeffekten
Das Halbjahresergebnis von Stellantis ist unserer Meinung nach beeindruckend. Schneller als erwartet scheinen die Synergieeffekte der Fusion zu greifen. Bereits sechs Monate nach dem Zusammenschluss konnten Kosten in Höhe von 1,3 Mrd. Euro eingespart werden. Wenn das Tempo so hoch bleibt, sollen bis 2024 80% der angestrebten 5 Mrd. Euro an Kosteneinsparungen erreicht werden. Diese Entwicklung begrüßen wir. Denn das gesparte Geld kann gleich in die Elektrifizierungsstrategie investiert werden. Stellantis, das bei der Einführung von Elektrofahrzeugen aktuell hinter seinen Konkurrenten zurückbleibt, plant, in den nächsten zwei Jahren 21 vollelektrische oder Plug-in-Gas-Elektro-Hybridfahrzeuge auf den Markt zu bringen.
Sorgen bereitet uns allerdings die Lage auf dem Chipmarkt. Der Mangel an Chips und elektrischen Bauteilen geht auch an Stellantis nicht spurlos vorüber. Im ersten Quartal führte die Knappheit zu Produktionsausfällen von 200.000 Einheiten und im zweiten Quartal von 500.000 Einheiten. Sollte sich die Situation nicht bald deutlich entspannen, könnten auch im zweiten Halbjahr die Auslieferungen darunter leiden. Zudem könnte der Mangel unserer Meinung nach negative Auswirkungen auf die geplante Elektrooffensive haben.
Rating-Ausblick
Derzeit wird die Stellantis-Bonität von den vier führenden Ratingagenturen Moody's, Standard & Poor's, Fitch und DBRS Morningstar mit den Langfrist-Ratings Baa3, BBB-, BBB- und BBB sowie jeweils einem stabilen Ausblick eingestuft. Anlagen mit diesen Ratings gelten als durchschnittlich gute Anlage. Bei einer Verschlechterung der Gesamtwirtschaft könnten jedoch Probleme auftreten.
Die Ratingagenturen bewerten den Zusammenschluss von FCA und PSA positiv. Dadurch entstand ein globaler Automobilhersteller mit soliden Positionen in mehreren Schlüsselmärkten, signifikanter Größe, starken Marken, weitreichendem Produktangebot und geografischer Diversifizierung. Der stabile Ausblick spiegelt die Erwartung wider, dass die Pandemie mittelfristig nur begrenzte Auswirkungen auf Stellantis haben sollte. Kritisch wird dagegen die schwache Positionierung in China sowie der geringe Marktanteil im High-End- und Luxussegment gesehen. Ferner erwarten die Agenturen, dass die Cash-Generierung kurzfristig durch Reorganisations- und Restrukturierungskosten belastet wird.
Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf Stellantis N.V.
Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Stellantis N.V. im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 1,00% p.a. und die Laufzeit beträgt sieben Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 30.07.2021 bis 13.08.2021. Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Stellantis N.V. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Stellantis N.V. ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
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Risikobeschreibung
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Stand: 04.08.2021
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