Brechen (www.anleihencheck.de) - In der Kalenderwoche 50 vom 12.12. - 16.12.22 nennt der Geschäftsführer der Euroboden GmbH, Stefan Höglmaier, im Anleihen Finder Interview die Gründe für die zuletzt gesenkte Jahresprognose und berichtet von der gegenwärtigen Entwicklung des Immobilien-Unternehmens, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
"Dass die im letzten Halbjahresbericht von uns abgegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2021/2022 nicht mehr erreichbar ist, liegt am veränderten äußeren Marktumfeld. Dieses ist für die gesamte Immobilienbranche herausfordernd aufgrund der hohen Inflation, der massiven Zinssteigerungen seit diesem Sommer und der eingetrübten Konjunkturaussichten sowie der Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Diese Faktoren waren ausschlaggebend, dass sich bei uns Objektverkäufe verlangsamt haben und bilanzielle, nicht liquiditätswirksame Neubewertungen einzelner Projekte erforderlich werden. Wir haben deshalb unsere Jahresprognose zurücknehmen müssen. Operativ sind wir aber weiterhin gut aufgestellt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen haben wir im vergangenen Geschäftsjahr weitere Projektfortschritte erzielt. Verkäufe finden weiterhin statt, nur weniger", so Höglmaier.
In einem weiteren Interview in der vergangenen Woche habe Karsten Reetz, Geschäftsführer der reconcept Gruppe, über den neuen Solar Bond (ISIN DE000A30VVF3 / WKN A30VVF) der Erneuerbaren Energien Gruppe berichtet, der jährlich mit 6,75% verzinst werde und ein Zielvolumen von 10 Mio. Euro aufweise. "Photovoltaik zeichnet sich durch das beste Chance-Risiko-Profil innerhalb der Erneuerbaren Energien und durch die subventionsunabhängige Wettbewerbsfähigkeit aus. In Deutschland ist eine hohe Branchen-Wachstumsdynamik durch die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung zu verzeichnen. So sieht beispielsweise das novellierte EEG vor, die solare Kraftwerkskapazität in Deutschland von heute rund 60 Gigawatt bis zum Jahr 2030 auf 215 Gigawatt zu steigern. Die Marktdynamik zeigt sich auch darin, dass zur Erreichung der Ausbauziele bis 2030 mehr als eine Vervierfachung der Ausbaugeschwindigkeit von Solaranlagen erforderlich ist. Und was ebenfalls für die hohe Attraktivität von Investitionen in Photovoltaik-Projekte spricht, sind die glänzenden Wachstumsprognosen. So wird für den deutschen Solarmarkt von 2022 bis 2026 im mittleren Szenario eine jährliche Wachstumsrate von rund 17% erwartet. Das alles schafft ein ausgezeichnetes Investitionsklima", so Karsten Reetz im Gespräch mit der Anleihen Finder Redaktion.
Die Deutsche Rohstoff AG habe erneut ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2022 erhöht. Hintergrund sei eine höhere Ölförderung im November als bislang angenommen. So erwarte das Unternehmen nunmehr in 2022 einen Umsatz von 163 bis 168 Mio. Euro (bisher: 152 bis 157 Mio. Euro) sowie eine EBITDA zwischen 138 und 143 Mio. Euro (bisher 128 bis 133 Mio. Euro). Zudem habe die Deutsche Rohstoff AG in der vergangenen Woche ihre 10%-Beteiligung an der Rhein Petroleum GmbH an die Britische Beacon Energy plc. veräußert. Im Rahmen des Verkaufs erhalte die Deutsche Rohstoff einen Anteil an Beacon von rund 3,3% sowie eine Umsatzbeteiligung in Höhe von rund 1% der zukünftigen Nettorückflüsse aus der Produktion der Rhein Petroleum.
Die Photon Energy Group erwarte aufgrund jüngster regulatorischer Änderungen in seinen Märkten nur minimale Auswirkungen auf die Umsatzerlöse. Ausgehend von den derzeitig von Regierungen in den Kernmärkten der Gruppe in der CEE-Region beschlossenen Preisobergrenzen und Übergewinnsteuern rechne das Photon Energy-Management mit nur geringfügigen negativen Auswirkungen in der Tschechischen Republik und Ungarn. Die Mutares SE & Co. KGaA habe eine Vereinbarung zum Erwerb von Palmia Oy von der Stadt Helsinki unterzeichnet und damit die vierzehnte Akquisition im Jahr 2022 getätigt. Die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft baue ihre Aktivitäten im Geschäftsfeld Arts+Exhibitions weiter aus und werde dazu in London ein neues Ausstellungs- und Showzentrum mit betreiben.
Die Veganz Group AG habe sich eine Lizenz für ein neues patentiertes Druckverfahren zur Herstellung von gedruckten Hafer-, Mandel-, Soja- und anderen Milchalternativen von der Vitiprints LLC gesichert, die The Rainforest Company aus dem Portfolio von Katjes Greenfood habe sich eine 36 Mio. Euro-Finanzierung gesichert, der Europäische Mittelstandsanleihen FONDS ("EMAF") habe sich in der vergangenen Woche von der Anleihe (ISIN SE0015194527 / WKN A283W1) mit variabler Verzinsung (3-Monats EURIBOR +625 bps) der Media and Games Invest SE getrennt und der monatlich ausschüttende offene Rentenfonds FU-Fonds - Bonds Monthly Income habe zum 40. Mal in Folge 0,25 Euro pro Anteil an seine Anleger ausgeschüttet.
Den kompletten Beitrag zusammen mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der KW50 - 2022 im Überblick finden Sie hier. (News vom 16.12.2022) (19.12.2022/alc/n/a)
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