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03.01.24 11:30
Deutscher Mittelstandsanleihen FONDS (in Liquidation): Erste Ausschüttung an Anleger und FAQ des Liquidators

Brechen (www.anleihencheck.de) - Erstmals seit Beginn der beschlossenen Liquidation haben die Anleger des Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds (in Liquidation) (ISIN LU0974225590/ WKN A1W5T2) eine Ausschüttung bzw. Abschlagszahlung im Gesamtvolumen von 40 Mio. Euro erhalten, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Die Ausschüttung stamme aus den verfügbaren Barmitteln des Fonds zu Anfang Dezember 2023 und sei vom bestellten Fonds-Liquidator Martin Flaunet (Deloitte Tax & Consulting) am 18.12.2023 angewiesen worden. Der Abschlag für Anleger der größten Anteilsklasse M belaufe sich auf rd. 11,10 Euro pro Fondsanteil. Laut Liquidator sei dies eine erste Abschlagszahlung auf die Liquidationsprämie, welche ohne Stornierung von Anteilen erfolgt sei.

Zudem sei vom Liquidator erstmals ein FAQ zur aktuellen Situation und Vorgehensweise beim Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS (in Liquidation), adressiert an die Anleger, veröffentlicht worden.

FAQ des Liquidators

Was seien die genauen Hintergründe der Liquidation?

Die IPConcept (Luxemburg) S.A. habe in Wahrnehmung der ihr übertragenen Verantwortung per 14. Juni 2023 beschlossen, den seit dem 1. Januar 2022 von ihr verwalteten Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS mit dem Ziel der zum nächstmöglichen Zeitpunkt erfolgenden Auflösung in Liquidation zu setzen. Die geplante Auflösung des seit dem Jahr 2013 bestehenden Fonds erfolge vor dem Hintergrund der Wahrung von Anlegerinteressen.

Der externe Liquidator, der bestellt und aufsichtsrechtlich genehmigt worden sei, sei Deloitte Tax & Consulting, Société à responsabilité limitée, handelnd durch Herrn Martin Flaunet.

Wie sei der Ablauf der Liquidation?

Die Liquidation werde nach einem strukturierten Verfahren durchgeführt:
- Planung und Vorbereitung
- Veräußerung der Vermögenswerte
- Identifizierung und Verbuchung der Verbindlichkeiten
- Ggf. Teilauskehr des Liquidationserlöses
- Aufsichtsrechtlich erforderliche Zwischenabschlüsse der Liquidation
- Erstellung des Liquidationsberichts & Zahlung des Liquidationserlöses an die Anteilsinhaber
- Kommunikationen und Hinterlegungen (CSSF, Registre de Commerce et des Sociétés, Caisse de Consignation)

Welche Aufgaben übernehme der Liquidator?

Die Verwaltungsgesellschaft des Fonds habe die Liquidation des Fonds an Deloitte Tax & Consulting Sàrl., handelnd durch Herrn Martin Flaunet, delegiert. Der Liquidator sei von der luxemburgischen Aufsichtsbehörde genehmigt und treffe seine Entscheidungen unabhängig.

Ab seiner Bestellung werde der Liquidator im besten Interesse der Anteilseigner handeln, bis die Liquidation abgeschlossen sei und der Liquidationserlös ausgezahlt worden sei.

Wie erfolge die Auszahlung an die Anleger?

Im Rahmen des Veräußerungsprozesses werde fortlaufend geprüft, ob Teilauskehrungen als Vorauszahlungen auf den Liquidationserlös möglich seien. Insofern diese stattfinden würden, würden Anleger unverzüglich über die gemäß Verkaufsprospekt bekannten Publikationsmedien informiert und die FAQ entsprechend aktualisiert.

Eine erste Teilauszahlung auf den Liquidationserlös sei mit Ex-Tag 20. Dezember 2023 und Valuta-Tag 22. Dezember 2023 erfolgt. Die entsprechende Publikation zu dieser Teilauszahlung sei auf der Homepage www.ipconcept.com kostenlos abrufbar.

Bei Abschluss der Liquidation werde den Anlegern der verbleibende Liquidationserlös gegen Rücknahme der Anteile ausgezahlt. Die Anleger müssten bis zu diesem Stadium keine Maßnahmen ergreifen, um den Liquidationserlös zu erhalten. Auch über den Abschluss der Liquidation würden die Anleger über die gemäß Verkaufsprospekt bekannten Publikationsmedien informiert.

Müssten Anleger ihre Ansprüche geltend machen?

Die Rolle des Liquidators bestehe darin, im besten Interesse der Anteilseigner zu handeln. Um die Gleichbehandlung aller Anleger zu gewährleisten, sei mit Eröffnung des Liquidationsverfahrens das Anteilscheingeschäft für den Fonds beendet worden.

Die Anleger müssten keine Maßnahmen ergreifen, um ihre Ansprüche geltend zu machen.

Wie lange wirke die gesetzliche Frist nach Abschluss des Liquidationsverfahrens, binnen der die Netto-Liquidationserlöse hinterlegt würden?

Die Netto-Liquidationserlöse würden für den Fall, dass Anleger nicht erreicht würden, von der Verwahrstelle nach Abschluss des Liquidationsverfahrens für Rechnung der Anleger bei der amtlichen Hinterlegungsstelle in Luxemburg (Caisse de Consignation) hinterlegt. Die dort hinterlegten Beträge würden nur dann verfallen, wenn sie nicht innerhalb der gesetzlichen Frist angefordert würden. Diese Frist betrage derzeit 30 Jahre.

Welcher Zeitraum für die Liquidation sei realistisch und werde auch in Betracht gezogen, einzelne Wertpapiere bis zur Endfälligkeit zu halten?

Der Liquidator übernehme zum Zeitpunkt der Eröffnung der Liquidation die Kontrolle über den Fonds. Er sei verantwortlich für die Analyse des Anlageportfolios und der Festlegung einer Veräußerungsstrategie.

Gemäß der im Verkaufsprospekt festgelegten Anlagepolitik hätten bei der Auswahl der Anlagewerte Schuldverschreibungen deutscher mittelständischer Unternehmen im Vordergrund gestanden. In diesem Marktsegment und unter Berücksichtigung der aktuellen Marktgegebenheiten (insbesondere Inflation, Zinsentwicklung) werde der Verkaufsprozess voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen können.

Anleihen könnten während des Liquidationsprozesses fällig werden oder Gegenstand von Kapitalmaßnahmen sein. Diese Situationen würden in der Veräußerungsstrategie berücksichtigt.

Wo sei der Prüfbericht zum Stichtag 14. Juni 2023 erhältlich?

Der Prüfbericht des Fonds sei auf der Homepage www.ipconcept.com kostenlos abrufbar.

Was seien die Gründe für die Nichtabgabe eines Prüfungsurteils seitens des Wirtschaftsprüfers?

Die Erläuterungen für die Nichtabgabe eines Prüfungsurteils könnten dem Prüfbericht zum Stichtag 14. Juni 2023 entnommen werden, welcher auf der Homepage www.ipconcept.com kostenlos abrufbar sei.

An wen könnten sich Anleger bei Fragen wenden?

Sollten Anleger Fragen haben, könnten sie diese über die E-Mail-Adresse ludeutscherfund@deloitte.lu mitteilen.

Aus gegebenem Anlass werde aus der Perspektive des Liquidators Anlegern und sonstigen Beteiligten empfohlen, jegliche Äußerungen Dritter, so insbesondere die seit In-Liquidation-Setzung des Fonds erfolgten Pressemitteilungen/- berichterstattungen, einem Faktencheck zu unterziehen.

Zur Vermeidung von Missverständnissen werde darauf hingewiesen, dass ausschließlich die aus dem Verkaufsprospekt hervorgehenden Informationsquellen als hierzu autorisierte Informationsquelle maßgeblich zu beachten seien. Sämtliche anlegerbezogene Veröffentlichungen würden auf der Homepage der Verwaltungsgesellschaft www.ipconcept.com veröffentlicht und seien dort bis auf weiteres abrufbar.

Würden etwa in Pressemitteilungen Aussagen getätigt, dass die seit dem letzten Jahr in Funktion befindliche Verwaltungsgesellschaft in vorherigen Zeiträumen gesetzliche Berichtspflichten verletzt habe und dabei zugleich behauptete Verstoßzeiträume erkennbar vor diesem Zeitraum lägen, werde eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Berichterstattung empfohlen. Prüfberichte, die vor dem 1. Januar 2022 liegende Zeiträume betreffen würden, oblägen maßgeblich der Verantwortung vorheriger Dienstleister des Fonds.

Gleiches gelte für Berichterstattung zu angeblichen Aussagen und Informationen des Liquidators. Sämtliche für den Verlauf der Liquidation relevante Aussagen und Informationen des Liquidators würden aus Gründen des Anlegerschutzes und der Anlegergleichbehandlung ausschließlich über den oben genannten Kommunikationsweg veröffentlicht. Anleger und sonstige Beteiligte würden um Berücksichtigung gebeten.

Dieses FAQ entspreche dem Stand: 19. Dezember 2023 und werde bei Bedarf aktualisiert.

Deutscher Mittelstandsanleihen FONDS (in Liquidation)
4, Rue Thomas Edison
L-1445 Strassen
Großherzogtum Luxemburg

Vertreten durch:
Deloitte Tax & Consulting Sàrl
Liquidator, handelnd durch Herrn Martin Flaunet
20, Boulevard de Kockelscheuer
L-1821 Luxemburg
Großherzogtum Luxemburg
ludeutscherfund@deloitte.lu

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 02.01.2024) (03.01.2024/alc/n/a)


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