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19.12.24 12:31
FED: Vorsicht notwendig

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der US-Dollar legte gestern stark zu, nachdem die FED einen hawkischen Pivot vollzogen hatte, so die Experten von XTB.

Die Notenbank habe die Zinssätze um 25 Basispunkte gesenkt, aber der Vorsitzende Powell habe angekündigt, dass die Zeit gekommen sei, das Tempo der Senkungen zu stoppen. Die FED deute die Möglichkeit von Senkungen im nächsten Jahr an, spreche aber gleichzeitig von der Notwendigkeit zur Vorsicht und dem Risiko eines mittelfristigen Inflationsanstiegs. Die PCE- und Kern-PCE-Inflation werde voraussichtlich 2025 auf 2,5% steigen, und das Ziel selbst werde auf 2027 verschoben. Das Wirtschaftswachstum werde etwas höher eingeschätzt, und natürlich seien auch die Zinserwartungen selbst deutlich gestiegen.

Für das nächste Jahr deute die FED auf zwei Senkungen auf 4,0% hin, der Markt habe ein solches Szenario heute bereits mehr als eingepreist. Quelle: Bloomberg Financial LP

Die Frage sei also, wie es mit dem US-Dollar weitergehe. Im Moment scheine es, dass das aktuelle Zinsniveau und die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Präsidentschaft von Donald Trump den US-Dollar langfristig stützen könnten. Kurzfristig sollte man jedoch bedenken, dass die Prognose von zwei Zinssenkungen für das nächste Jahr bereits vollständig eingepreist sei, sodass es nicht ausgeschlossen sei, dass man kurzfristig Korrekturen beim Dollar sehen werde.

Der USDIDX-Dollar-Index habe gestern lokale Höchststände einer breiten Konsolidierungszone durchbrochen, die seit Februar 2023 ununterbrochen bestehe. Ein Durchbruch des November-Höchststandes könnte dazu führen, dass der Markt massenhaft Short-Positionen eindecke, was die Reservewährung der Welt weiter stützen würde. Quelle: xStation5 von XTB (19.12.2024/alc/a/a)


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