München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von adidas (ISIN DE000A1EWWW0 / WKN A1EWWW), Nike (ISIN US6541061031 / WKN 866993) und PUMA (ISIN DE0006969603 / WKN 696960) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.
Der Frauenfußball erlebe derzeit einen Durchbruch-Moment - die Europameisterschaft der Frauen könne auch außerhalb der Stadien für Spektakel sorgen. So sehe dies auch der Präsident der UEFA (Union of European Football Associations), Aleksander Ceferin: "Mit einem Rekordpreisgeld und einem beispiellosen Interesse von Sponsoren wird das Turnier mehr Investitionen in den Frauenfußball bringen als je zuvor."
Der Grundstein für neue Rekorde sei bereits während der letzten Europameisterschaft der Frauen im Jahr 2022 gelegt worden - das Turnier in England habe Besucherzahlen von über 570 000 erreicht. Gemäß dem "Pre-tournament impact report", welchen die UEFA zusammen mit der Beratungsgesellschaft EY im Rahmen der Women's EURO 2025 erstellt habe, werde unter anderem erwartet, dass das diesjährige Turnier mit über 600 000 Zuschauern die meistbesuchte Ausgabe werde und damit zusammenhängend die Sponsoringeinnahmen um 145% steigen würden.
Nielsen Sports, ein Beratungsunternehmen in der Sportbranche, prognostiziere in seinem Bericht "Undervalued to Unstoppable" (2025), dass bis 2030 über 800 Millionen Fans weltweit (mit einem Frauenanteil von 60%) den Frauenfußball verfolgen könnten - ein Zuwachs zu heute von über 38%. Somit würde der Frauenfußball in die Top 5 der meistverfolgten Sportarten weltweit aufsteigen.
Boom bei Sponsoren und Medien
Mit mehr als 20 internationalen und lokalen Sponsoren verzeichne die Women's EURO 2025 einen Rekord an kommerziellen Partnern. Marken wie adidas, Visa, Coca-Cola und Amazon möchten das Turnier als Plattform nutzen, um ihre Präsenz im Frauenfußball zu etablieren und zu verstärken.
Diese und weitere Marken würden dabei unter anderem vom sogenannten "Unbundling" profitieren. Dabei handle es sich um einen Beschluss der UEFA aus dem Jahr 2018, die Sponsoring-Pakete für Frauenfußball-Events vom Männerfußball zu entkoppeln. Dank dieser Entscheidung hätten in den Folgejahren eigenständige Budgets für den Frauenfußball entstehen können, wodurch die Geldflüsse erhöht worden seien.
Diese Entwicklungen würden zusammen mit einer breiteren Medienabdeckung dazu führen, dass für die Women's EURO 2025 rekordverdächtige Resultate erwartet würden: Laut der NZZ könne das Turnier Einnahmen von rund 130 Mio. Euro generieren - mehr als eine Verdopplung verglichen zur Women's EURO 2022 und rund zehnmal so viel wie das vorletzte Turnier 2017 in den Niederlanden.
Für Sportartikelhersteller und Ausrüster könne der Frauenfußball zu einem dynamischen Wachstumstreiber werden. Der US-amerikanische Hersteller Nike habe in den vergangenen Jahren massiv in Frauenkollektionen investiert und hervorgehoben, in den kommenden Jahren seine Frauenfußballpalette stark weiterentwickeln zu wollen (Nike, 17.07.2023). Bereits 2019 sei das Trikot der US-Nationalmannschaft zum meistverkauften Fußballshirt auf der Nike-Website avanciert - über alle Geschlechter hinweg.
Vor der Frauen-WM 2023 habe Nike seinen ersten Fußballschuh speziell für Frauen vorgestellt, den Phantom Luna, um gezielt auf die anatomischen Bedürfnisse von Spielerinnen einzugehen.
Auch adidas profitiere: Als offizieller Ball-Lieferant der Women's EURO 2025 und Trikotsponsor mehrerer Nationalmannschaften habe die Marke bereits während der Frauen-WM 2023 Rekordabsätze ihrer Frauenfußball-Produkte gemeldet (Reuters, 03.08.2023). In einigen Ländern seien Frauen-Trikots bereits nach wenigen Spieltagen ausverkauft gewesen. Im Vergleich zur WM 2019 habe adidas die Produktion der Trikots nahezu verdoppelt, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
PUMA setze dieses Jahr auf den Heimvorteil: Als Ausrüster der Schweizer Nationalmannschaft könne das Unternehmen weiter von der nationalen Aufmerksamkeit profitieren und bei neuen Fans in den Fokus rücken. Der Frauenfußball biete die Chance, in einem bislang nur schwach versorgten Markt neue Zielgruppen zu erschließen und das Geschäft abseits des weitgehend gesättigten Männerfußballs signifikant auszubauen.
Langfristige Wachstumsmöglichkeiten
Der aktuelle Boom könne mehr sein als ein kurzlebiger, turnierbedingter Aufschwung: So könne die Zahl der aktiven Spielerinnen und jungen Fans in ganz Europa und besonders in der Schweiz signifikant ansteigen. Nach der Europameisterschaft 2022 habe sich in England die Zahl der Mädchen, die in Vereinen Fußball spielen würden, verdoppelt (Englandfootball, 09.02.2024). Auch in Deutschland und Spanien würden die Verbände neue Höchststände bei Mitgliedschaften und Zuschauerzahlen in den Frauenligen verzeichnen. Die UEFA prognostiziere in ihrem Report "The Business Case for Women's Football" (2022), dass der kommerzielle Wert des europäischen Frauenfußballs bis 2033 auf fast 700 Millionen Euro pro Jahr wachsen könne. Für Sponsoren und Ausrüster könnten sich damit langfristige Chancen auf Kundengewinnung in einer jungen, digitalen und werbeaffinen Zielgruppe anbieten.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) (ISIN DE000VK6RTL8 / WKN VK6RTL) auf adidas, Nike und PUMA, die zum 21.07.2025 gezeichnet werden könne. Der Kupon p.a. sei auf 18,00% festgelegt worden. (Stand: 14.07.2025, 11:45)
Bitte beachten Sie auch Risiken und wichtige Hinweise unter folgendem Link. (Ausgabe vom 10.07.2025) (14.07.2025/alc/a/a)
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